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21.03.2011

18:02 Uhr

Währungen

Euro steigt über 1,42 Dollar

Der Euro hat am Montag weiter zugelegt und ist über die Marke von 1,42 Dollar geklettert. Der japanische Yen verbilligte sich gegenüber Euro und Dollar.

Der Euro hält sich weiter in der Nähe von 1,42 Dollar. Quelle: Reuters

Der Euro hält sich weiter in der Nähe von 1,42 Dollar.

FrankfurtInvestoren rechnen mit einer baldigen Zinserhöhung der EZB und haben den Euro am Montag auf den höchsten Stand seit viereinhalb Monaten getrieben. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich auf bis zu 1,4203 Dollar, nachdem sie am Freitag mit 1,4176 Dollar aus dem US-Handel gegangen war. „Man hatte zuletzt spekuliert, dass die EZB wegen der Krise in Japan eine Zinserhöhung hinausschieben könnte“, sagte ein Devisenhändler. Nach den Aussagen von führenden EZB-Vertretern am Montag sei dies aber nicht mehr zu erwarten.

Händlern zufolge setzten zudem Derivate-Anleger darauf, dass sich der Euro in Richtung 1,42 Dollar bewegt.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet deutete an, dass die Notenbank trotz der gewachsenen weltwirtschaftlichen Unsicherheit wegen des Erdbebens und der Atomkatastrophe in Japan erstmals seit drei Jahren die Zinsen anheben könnte.

Trichet sagte vor dem Wirtschaftsausschuss des Europaparlamentes, die Zeichen stünden auf eine höhere Inflationsrate. Zuvor hatte bereits EZB-Ratsmitglied Yves Mersch, Chef der Luxemburger Notenbank, wegen der spürbar steigenden Preise die Bereitschaft zu einer Zinserhöhung im April signalisiert.

Belastet wurde der Dollar zudem von unerwartet schwachen Daten vom US-Immobilienmarkt. Der Absatz bestehender Eigenheime fiel aufs Jahr hochgerechnet im Februar auf 4,88 Millionen, während von Reuters befragte Analysten mit 5,15 Mio. gerechnet hatten. „Eine Belebung auf dem US-Immobilienmarkt ist nach wie vor nicht in Sicht, da Angebot und Nachfrage noch zu weit auseinanderklaffen“, erklärte Postbank-Volkswirt Thilo Heidrich. Die schwachen Immobiliendaten überlagerten die Zuversicht für die US-Wirtschaft, die kurz zuvor noch vom US-Finanzministerium geschürt worden war. Dieses kündigte den Verkauf von hypothekenbesicherten Papiere im Volumen von 142 Mrd. Dollar an. „Dies sagt etwas darüber aus, dass die Qualität dieser Papiere offenbar höher ist als gedacht“, sagte Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank. Die Papiere waren während der Finanzkrise aufgekauft worden.

Die Aussicht auf ein steigendes Angebot am Anleihenmarkt lastete wie auch die freundlichen Aktienmärkte auf den Kursen für US- und Bundesanleihen. Der Bund-Future verlor 50 Ticks auf 122,13 Zähler. Die Rendite der dem Terminkontrakt zugrundeliegenden zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,246 Prozent.

Nach den jüngsten Intervention der Notenbanken sieben führender Industriestaaten (G7) blieb der Yen in der Defensive.

Für einen Dollar wurden bis zu 81,33 Yen bezahlt, für einen Euro bis zu 115,21 Yen. „Die Notenbanken haben ein deutliches Zeichen gegen einen zu starken Yen gesetzt und werden sicher wieder eingreifen, wenn dieser wieder steigt“, sagte ein Händler.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Wutbuerger

11.04.2011, 17:22 Uhr

Der Euro fällt auch wieder......
Und sehr bald sehr tief !!!!!!!!
Von Anfang an eine zum scheitern verurteilte, verlogene Währung.
Ins Leben gerufen durch verlogene, korrupte Politiker und gedacht zur Manipulation und zum Ausnehmen des Volkes.....

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