Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.07.2011

18:26 Uhr

Währungen

Eurokurs gibt etwas nach

Obwohl der Euro ein wenig schwächelte, bleibt er über 1,44 US-Dollar. Er kann jedoch nicht vom schwachen Dollar profitieren. Der Markt scheint gefangen zwischen dem Schuldenstreit in den USA und Europas Schuldenkrise.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euros auf 1,4446 Dollar festgesetzt Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euros auf 1,4446 Dollar festgesetzt

FrankfurtDer Kurs des Euro hat am Mittwoch etwas nachgegeben. Die im asiatischen Handel überschrittene Marke von 1,45 US-Dollar konnte nicht gehalten werden. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,4424 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4446 (Dienstag: 1,4471) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6922 (0,6910) Euro.

„Der Markt ist derzeit gefangen zwischen dem Schuldenstreit in den USA und der Schuldenkrise der Eurozone“, sagte You-Na Park, Devisenexpertin bei der Commerzbank. Das jüngst von den EU-Staats- und Regierungschefs beschlossene neue Hilfspaket für Griechenland habe zwar erst einmal Erleichterung gebracht, sagte Park. „Jetzt geht es aber um die Details, was bei Marktteilnehmern weiterhin für Unsicherheit sorgt.“

Ansonsten schaue der Markt gespannt auf die Geschehnisse in den USA. Eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern über eine Anhebung der Schuldengrenze ist noch immer nicht in Sicht. Von dieser Unsicherheit profitiere aber weniger der Euro, sondern der Schweizer Franken. Der Dollar fiel zeitweise auf ein Rekordtief von 0,7996 Franken.

Andere Marktbeobachter sagten, der Euro sei durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Eurolandes Zypern unter Druck geraten. Die Ratingagentur Moody's hatte am Morgen die Bonität des Inselstaates nach zuvor „A2“ auf nun „Baa1“ gesenkt. Damit befindet sich das Land noch drei Noten über Ramschniveau. Zudem hätten Aussagen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zur Schuldenkrise der Eurozone den Markt belastet, hieß es weiter. Er sei gegen einen „Blanko-Scheck“ für den Rettungsfond EFSF zum Kauf von Anleihen am Sekundärmarkt, sagte Schäuble. Von möglichen Käufen würden wahrscheinlich Spanien und Italien profitieren. In beiden Ländern stiegen die Risikoaufschläge.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88310 (0,88235) britische Pfund, 112,46 (113,02) japanische Yen und 1,1586 (1,1630) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1625,00 (Vortag: 1612,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35.380,00 (35.200,00) Euro.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×