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28.06.2013

18:26 Uhr

Währungen

Gute US-Verbraucherdaten lassen Euro-Kurs fallen

Die Stimmung der US-Verbraucher steigt – und damit auch der Dollarkurs. Auch die Geldpolitik der US-Notenbank stützte den Kurs. In der Euro-Zone sorgte unterdessen ein Bericht über die EZB für Aufregung.

Der Euro ist am Freitag unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen. dpa

Der Euro ist am Freitag unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen.

Frankfurt/MainDer Euro ist am Freitag unter die Marke von 1,30 US-Dollar gefallen. Nach einer überwiegend festen Tendenz brach die Gemeinschaftswährung am Nachmittag ihre Erholung ab. Im Tief rutschte der Euro auf 1,2996 Dollar. Das war gut ein Cent weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3080 (Donnerstag: 1,3032) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7645 (0,7673) Euro.

Auslöser für die Verluste im Nachmittagshandel waren Konjunkturdaten aus den USA. Die Verbraucherstimmung, erhoben von der Uni Michigan, gab zwar leicht nach. Sie hielt sich aber in der Nähe ihres zuvor erreichten sechsjährigen Höchststandes. Dies spricht dafür, dass der private Verbrauch im Jahresverlauf eine wichtige Stütze der US-Konjunktur bleiben wird.

Robuste Fundamentaldaten stützen den Dollar, weil die amerikanische Notenbank Fed ihre expansive Geldpolitik nur dann zurücknehmen will, wenn sich die konjunkturelle Erholung fortsetzt. Andernfalls könnten die milliardenschweren Wertpapierkäufe verlängert und sogar mit höherem Tempo durchgeführt werden, wie Fed-Vizechef William Dudley am Donnerstag erklärt hatte.

Für Aufsehen sorgte am Freitag ein Zeitungsbericht zur europäischen Geldpolitik. Die „Süddeutsche Zeitung“ will erfahren haben, dass innerhalb der EZB über einen flächendeckenden Kauf von Staatsanleihen als Alternative zu dem umstrittenen Kaufprogramm OMT nachgedacht wird. Hintergrund sei die gegenwärtige Prüfung des OMT durch das Bundesverfassungsgericht. Die Notenbank dementierte den Bericht. Experten wie Marco Valli, Europa-Chefökonom der Großbank Unicredit, halten breitangelegte Anleihekäufe durch die EZB gegenwärtig für sehr unwahrscheinlich.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85720 (0,85310) britische Pfund, 129,39 (127,93) japanische Yen und 1,2338 (1,2326) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1192,00 (1232,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 120,00 (29 930,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

28.06.2013, 18:44 Uhr

Liebes Handelsblatt! Dreht Ihr jetzt völlig durch?

Der Dollar erholt sich nicht weil es aus den USA gute Nachrichten gibt sondern der Euro stürzt ab weil die EZB mehr oder weniger offen zugibt dass man zukünftig Staatsfinanzierung durch die Notenpresse betreiben will.

"Robuste Fundamentaldaten stützen den Dollar, weil die amerikanische Notenbank Fed ihre expansive Geldpolitik nur dann zurücknehmen will, wenn sich die konjunkturelle Erholung fortsetzt. Andernfalls könnten die milliardenschweren Wertpapierkäufe verlängert und sogar mit höherem Tempo durchgeführt werden, wie Fed-Vizechef William Dudley am Donnerstag erklärt hatte."

Seit wann gehört eine Aussage zur Notenpresse zu den Fundamentaldaten?

bjarki

28.06.2013, 20:20 Uhr

Der Euro ist eine Blase, genau wie das Gold. Der wahre Wert zum Dollar ist 1,20 Dollar zu 0.80 Euro. Tendenz fallend.
Der Euro wird kuenstlich gehalten, nur Blinde koennen das nicht sehen. Laecherlich ist ein gewuenschter Zweikampf USA Europa. Hier wird vergessen, dass die EU nur noch ein Zombie ist. Europa ist abgekoppelt von der Welt und merkt es nicht.

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