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03.08.2011

17:47 Uhr

Währungen

Schweizer Notenbank treibt den Euro

Die Schweizer Nationalbank befürchtet, dass der der starke Franken die Wirtschaft in die Knie zwingt. Die Zinssenkung beflügelt den Euro.

Bei Anleger aktuell wenig begehrt: Der Euro. Quelle: dpa

Bei Anleger aktuell wenig begehrt: Der Euro.

FrankfurtDie Nullzinspolitik der Schweizer Notenbank (SNB) hat am Mittwoch den Kurs des Euro gestützt. Die europäische Gemeinschaftswährung kletterte in der Spitze bis auf 1,4345 US-Dollar, nachdem sie im frühen Handel zeitweise nur 1,4144 Dollar gekostet hatte. Zuletzt fiel der Euro jedoch leicht zurück und wurde mit 1,4294 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4300 (Dienstag: 1,4170) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6993 (0,7057) Euro.

Die SNB hatte angekündigt, den Leitzins nahe bei Null Prozent halten zu wollen, um die eigene überbewerte Währung zu belasten. „Der Schweizer Notenbank (SNB) ist es zumindest kurzfristig gelungen, den Euro damit etwas zu stützen“, sagte Ulrich Wortberg Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der Schweizer Franken war als Fluchtwährung zuletzt auf immer neue Rekorde zum Euro und Dollar gestiegen. Die Schweizer Exportwirtschaft wurde zunehmend dadurch belastet. Einen nachhaltigen Erfolg der Maßnahmen der SNB erwartet Wortberg jedoch nicht. „Nur direkte Interventionen am Devisenmarkt hätten eine Erfolgschance.“

Die Gemeinschaftswährung kletterte zum Schweizer Franken zwischenzeitlich bis auf 1,1203 Franken, nachdem sie im frühen Handel lediglich bei 1,0803 Franken notiert hatte. Im Nachmittagshandel wurden die Gewinne aber größtenteils wieder abgeben.

„Der Euro dürfte jedoch weiter durch die angespannte Lage in Italien und Spanien belastet werden“, sagte Wortberg. Auch wenn sich die Lage an den Anleihemärkten der beiden Länder nach der jüngsten Zuspitzung am Mittwoch leicht entspannt habe, dürfte die Schuldenkrise weiter belasten. Die Konjunkturabschwächung in den USA sei ein zusätzlicher Belastungsfaktor. So hatte sich im Juli der Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor überraschend eingetrübt. Wortberg erwartet daher auch in den kommenden Tagen weiterhin eine hohe Verunsicherung an den Finanzmärkten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Kurt

03.08.2011, 09:49 Uhr

Schrott bleibt Schrott....
Unsere Währungen sind fast wertloses Fiat-Money
Kreditgeld, Schuldgeld, virtuelles Geld ....ohne Wertabsicherung im Hintergrund.
Die Menschen GLAUBEN an einen Wert.......wenn nicht hätte sich das System schon in Luft aufgelöst....
Der Mensch und sein Glaube.....ein Irrweg in den Abgrund

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