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04.04.2012

18:24 Uhr

Währungen

Wie sicher sind die sicheren Häfen?

VonMartin Kölling, Laura de la Motte

Aus Angst vor der Euro-Krise haben Anleger ihr Geld in andere Währungen gesteckt - in den Schweizer Franken, Norwegische Kronen oder den Yen. Dabei sind die Fluchtwährungen gar nicht so sicher, wie erhofft. Ein Überblick.

Mann läuft an einer Anzeigetafel vorbei. Reuters

Mann läuft an einer Anzeigetafel vorbei.

Japans Währung hat die Märkte überrascht. Anstatt wie von den Exporteuren befürchtet auf neue Rekordhöhen zu steigen, sackte der Yen seit Mitte Februar um etwa sieben bis acht Prozent zum Dollar auf 83 Yen und zum Euro auf 110 Yen ab. Doch noch ist es zu früh von einer dauerhaften Trendwende zu sprechen, meinen wenigstens Japans Unternehmen.

Gestern im Tankan-Bericht, dem wichtigen Konjunkturbarometer der Bank of Japan, erwarten sie sogar, dass der Yen wieder stärker wird. Entgegen dem Trend senkten die Unternehmen ihre Vorhersage für den Dollar-Kurs von 79,02 Yen im Dezember auf nur noch 78,14 Yen im März ab.

Eine Umschau unter den Devisenexperten des Landes erklärt, warum die Wirtschaftsführer lieber vorsichtig sind: Die Vorhersagen der Analysten über die Richtung des Yens halten sich die Waage. Nur eines ist klar: Dass der Yen rasant zu einer Weichwährung wird, gilt als ausgeschlossen. Denn auch wenn Japans Haushaltslage immer wackeliger wird, bleibt die Rolle des Yens als sicherer Hafen in den Szenarien der Analysten vorerst weiter intakt.

Umso stärker ist Tohru Sasaki von J. P. Morgan, der auf die Yen-Stärke setzt, vom jüngsten Sinkflug überrascht. Für ihn ist der Auslöser der Beschluss der Bank of Japan vom 14. Februar, ihre Geldpolitik zu lockern. Seither hoffen die Märkte, dass die Notenbank noch mehr Yens drucken wird. Dass sich die Konjunktur in den USA belebte und die Euro-Krise vorerst eingedämmt wurde, half dabei, den Yen um den heutigen Kurs zu stabilisieren.

Für Sasaki ist dies allerdings nur ein vorübergehendes Phänomen. „Während es zu früh ist, zu sagen, dass die Abwertung des Yens schon vorbei ist, glauben wir, dass der Abwärtstrend des Dollars weiterhin intakt ist.“ Er geht davon aus, dass der Yen in der zweiten Jahreshälfte wieder moderat aufwerten wird.

Auch Robert Feldman von Morgan Stanley MUFG warnt, dass die Wetten auf eine Yen-Abwertung enttäuscht werden könnten. Die Politik sei in Japan mal wieder gelähmt, die Weltwirtschaft könnte schwächer wachsen als erwartet. Und vor allem ist für ihn noch immer fraglich, ob Japans Notenbank wie von den Märkten erwartet noch mehr Geld in die Wirtschaft lenken wird.

Kommentare (5)

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04.04.2012, 18:30 Uhr

Sie sind allemale sicherer als der ohnehin marod kaputte Euro der im Sterbebett weiter künstlich am Leben gehalten wird bis er ganz überraschend plötzlich zu atmen aufhören wird und alle dummen Schafe werden das tun was sie immer machen....dumm glotzen und weiter den Mist kauen der von ihren Politmetzgern serviert wird.

So langsam bekommt die Politik Angst wegen der Währungsflucht, weil das den Crash beschleunigt. Drum auch die Propaganda über die angebliche Goldblase und solchen Kram. Pass auf Deutscher Michel, die verarschen Dich nach wie vor und Deine Kohle ist schneller weg als Du kucken kannst!

Account gelöscht!

04.04.2012, 19:13 Uhr

Warum soll ich mich als Devisenspekulant betätigen ?

Der Euro wird mich überdauern, denn ich werde nicht ewig leben. Der Euro wird genau das machen !

Fatum

04.04.2012, 19:36 Uhr

Habe sowieso nix nennenswertes an Vermögen zu verlieren. Deswegen egal. Ist auf einer Seite auch recht entspannend. Obwohl es auch mal ganz lustig wäre Angst durchflutet auf einer Kiste Geld, Gold und Smaragde zu sitzen und jedes kleine knacken und knistern mir den Schlaf rauben würde.
Und wenn es ganz schlimm werden sollte und ich nichts mehr zu Futtern habe, gehe ich auf die Wiese grasen.
Allerdings -hungrig und aggressiv- ist bestimmt auch mal eine interssante Synthese und Erfahrung.

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