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13.03.2014

17:38 Uhr

Währungshandel

Euro schafft ein Zweijahreshoch

Die Aussicht auf stabile Leitzinsen im Euroraum gibt der Gemeinschaftswährung Auftrieb: Der Euro hat am Donnerstag ein Langzeithoch erreicht. US-Wirtschaftsdaten ließen den Gewinn aber etwas abbröckeln.

Momentan eher dominant: Der Euro profitiert von EZB-Statements. ap

Momentan eher dominant: Der Euro profitiert von EZB-Statements.

Frankfurt/ Sydney/ TokioDer Euro hat am Donnerstag den höchsten Kurs seit etwa zweieinhalb Jahren erreicht. Die Aussicht auf stabile Leitzinsen im Euroraum sorge für Auftrieb, sagten Händler. Am Vormittag war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3967 US-Dollar und damit den höchsten Stand seit Oktober 2011 gestiegen. Am Nachmittag notierte sie mit 1,3934 Dollar wieder etwas darunter. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3942 (Mittwoch: 1,3887) Dollar festgesetzt.

Als Ursache für die jüngste Euro-Stärke wird von Experten vor allem die abnehmende Spekulation um weitere geldpolitische Lockerungen im Währungsraum genannt. „Die EZB hat die Ruhe weg“, kommentierte Devisenstratege Thorsten Sprenger vom Bankhaus HSBC Trinkaus. „Insbesondere der Ausblick wieder steigender Inflationsraten führte bereits zu einer Beruhigung, dass die Zentralbank derzeit wohl keine großen expansiven Pläne hegt“, sagte Analyst Bernd Krampen von der NordLB.

Erst am Nachmittag lieferten robuste US-Wirtschaftsdaten Unterstützung für den Dollar und ließen die Euro-Gewinne so etwas abbröckeln. In der weltgrößten Volkswirtschaft waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gesunken, wie Zahlen des Arbeitsministeriums zeigten. Zudem waren die Einzelhandelsumsätze im Februar etwas stärker angezogen als erwartet. „Die wetterbedingten Kaufausfälle lassen nach“, sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank mit Blick auf den ungewöhnlich kalten Winter in den USA.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83545 (0,83590) britische Pfund, 143,30 (142,68) japanische Yen und 1,2160 (1,2159) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1368,75 (1366,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 050,00 (30 900,00) Euro.

Von

rtr

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