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06.05.2014

16:13 Uhr

Währungshandel

Konjunkturdaten schieben Euro auf 7-Wochen-Hoch

Die Konjunktur brummt, die Europäische Gemeinschaftswährung klettert. Die Entwicklungen dürften die Spekulationen kurz vor dem EZB-Zinsentscheid ein wenig bremsen, denn eine Lockerung der Geldpolitik scheint kaum nötig.

Euro-Münzen auf der europäischen Flagge: Der Kurs der Gemeinschaftswährung bewegte sich auf dem Niveau des Vortags. dpa

Euro-Münzen auf der europäischen Flagge: Der Kurs der Gemeinschaftswährung bewegte sich auf dem Niveau des Vortags.

Frankfurt/Main
Der Euro hat am Dienstag deutlich zum Dollar zugelegt und ein Siebenwochenhoch erreicht. Rückenwind erhielt die Gemeinschaftswährung von europäischen Konjunkturdaten. In der Eurozone verzeichnete der Dienstleistungssektor das deutlichste Wachstum seit Juni 2011. Der Euro kletterte bis auf 1,3951 Dollar und damit den höchsten Stand seit 13. März. Zuletzt wurden für einen Euro 1,3936 Dollar gezahlt und damit 0,4 Prozent mehr als am Montag.

Vor allem in Spanien und Irland gewannen die Geschäfte an Fahrt. Ein Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen in der Eurozone ist von 52,2 im März auf 53,1 im April gestiegen, wie Markit Economics mitteilte. Ein kombinierter Index für Dienstleistungen und verarbeitendes Gewerbe legte von 53,1 im März auf 54 zu. „Die Stimmungsverbesserungen sind erfreulich und sie weisen auf eine fortgesetzte Konjunkturerholung in Europa hin“, urteilten die Analysten der Helaba in einem Kommentar. Aus Sicht der Experten gibt es für die Europäische Zentralbank daher keinen Grund, die Geldpolitik weiter zu lockern. Die EZB kommt am Donnerstag zu ihrer monatlichen Zinssitzung zusammen.

Das britische Pfund zog im Gefolge von Daten zum Dienstleistungssektor an. In Großbritannien ist ein entsprechender Einkaufsmanagerindex von 57,6 im März auf 58,7 im April und damit stärker als erwartet gestiegen. Zum Euro rückte das Pfund 0,3 Prozent vor auf 82,05 Pence je Euro, gegenüber dem Dollar verteuerte es sich um 0,7 Prozent auf 1,6985 Dollar.

Die schwedische Krone profitierte ebenfalls von guten Konjunkturdaten. Ein von Swedbank ermittelter Einkaufsmanagerindex ist im April auf 57,8 gestiegen, das ist der höchste Stand seit April 2011. Gegenüber dem Euro legte die Schweden-Krone um 0,4 Prozent zu auf 9,062 je Euro.

Der Schweizer Franken war zum Euro 0,1 Prozent fester bei 1,2167 je Euro. Zum Dollar rückte die eidgenössische Währung 0,5 Prozent vor auf 87,31 Rappen je Dollar.

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