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29.04.2014

19:06 Uhr

Währungshandel

Niedrige Inflation setzt Euro unter Druck

Die Veröffentlichung der Inflationsdaten aus Deutschland setzten dem Euro einen ersten Dämpfer, Zahlen aus der Euro-Zone könnten am Mittwoch die Spekulationen auf weitere Lockerungen der EZB-Geldpolitik weiter anheizen.

Die Konjunktur ist in den Euro-Staaten etwas zurückgegangen. dpa

Die Konjunktur ist in den Euro-Staaten etwas zurückgegangen.

Frankfurt/SydneyDer Euro hat am Dienstag spürbar nachgegeben. Beobachter nannten Inflationsdaten aus Deutschland als Grund. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3825 US-Dollar. Das war etwa ein halber Cent weniger als das Tageshoch. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung vor der Veröffentlichung der Konjunkturdaten noch 1,3869 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3826 (Montag: 1,3861) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7233 (0,7214) Euro.

Nach einem eher gemächlichen Vormittagshandel geriet der Euro am Nachmittag deutlich unter Druck. Auslöser waren Inflationszahlen aus Deutschland. Zwar hat sich der Preisauftrieb im April von niedrigem Niveau aus verstärkt, allerdings nicht so stark wie von Analysten erwartet. „Sollte die Teuerungsrate in Deutschland nicht anziehen, würde das Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die EZB auslösen – das dürfte dann auch dem Euro zusetzen“, schrieben die Analysten von BNP Paribas in einem Kommentar. EZB-Chef Mario Draghi hatte zuletzt seine Entschlossenheit zur Abwehr von Deflationsgefahren bekräftigt und für den Fall eines weiteren Euro-Anstiegs eine erneute Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt. Die Zahlen aus dem gesamten Euro-Raum stehen an diesem Mittwoch an. Hier rechneten Analysten im April im Schnitt mit einem Anstieg auf 0,8 Prozent nach 0,5 Prozent im Vormonat.

Die fragil die konjunkturelle Erholung im Währungsraum ist, zeigten unterdessen neue Frühindikatoren und Kreditdaten. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im April erstmals seit längerem eingetrübt, während die Banken sich mit Ausleihungen an die Wirtschaft nach wie vor zurückhalten. Ob die EZB ihre bereits expansive Geldpolitik deswegen weiter lockert, ist unter Analysten strittig.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82220 (0,82280) britische Pfund, 142,03 (141,85) japanische Yen und 1,2200 (1,2181) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1297,75 (1299,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 420,00 (29 670,00) Euro.

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