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14.01.2014

14:37 Uhr

Währungshandel

Türkische Lira schwächelt

In Zeiten ultralaxe Geldpolitik der Fed flossen Investorengelder in die Schwellenländer wie Türkei und Indien. Nun, da die Straffung der Politik in Sicht ist, fließt das Geld wieder ab – die Türkische Lira leidet.

Sie sinkt im Wert, doch noch will die Notenbank nicht eingreifen: Die Türkische Lira. dpa

Sie sinkt im Wert, doch noch will die Notenbank nicht eingreifen: Die Türkische Lira.

FrankfurtSchwache Konjunkturdaten haben die türkische Währung am Dienstag auf ein Rekordtief gedrückt. Ein Dollar verteuerte sich um bis zu 0,9 Prozent auf 2,196 Lira. Das Leistungsbilanzdefizit wuchs im November auf 3,94 Milliarden Dollar von 2,89 Milliarden Dollar im Vormonat. Der Leitindex der Istanbuler Börse verlor 1,2 Prozent.

Die Abhängigkeit von ausländischem Kapital zur Finanzierung des eigenen Wachstums bleibe die Achillesferse der türkischen Wirtschaft, sagte Timothy Ash, Chef-Analyst für die Schwellenländer bei der Standard Bank. „Der Lira-Kurs wird so lange weiter fallen, bis die türkische Zentralbank die Geldpolitik deutlicher strafft.“ Die Notenbanker sträuben sich bislang gegen Zinserhöhungen und versuchen, den Lira-Kurs mit Hilfe von Dollar-Verkäufen zu stützen.

Wegen der ultra-lockeren Geldpolitik der Fed hatten in den vergangenen Jahren viele Anleger in der Hoffnung auf höhere Renditen Geld in aufstrebende Schwellenländer wie die Türkei oder Indien gepumpt. Mit der Straffung der US-Geldpolitik werden Anlagen in den USA wieder attraktiver. Daher ziehen einige Investoren ihr Kapital aus den als riskanter geltenden Schwellenländer-Märkten ab.

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die Lira ist die Korruptionsaffäre, in deren Rahmen mehrere Söhne von Ministern der Regierung Erdogan verhaftet wurden. Seit Bekanntwerden der Ermittlungen Mitte Dezember hat die Lira knapp acht Prozent an Wert eingebüßt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Mustafa

15.01.2014, 09:29 Uhr

Sehr geehrte Leser,

glauben Sie diese Märchen nicht, wer weiß wie es um den
amerikanischen Schuldenstand steht, kann über solche Nachrichten nur den Kopf schütteln, wenn die Zinsen steigen würden die Amerikaner noch schneller pleite gehen.

Es werden gezielt Gerüchte gestreut, dass die Amerikaner
weniger Anleihen kaufen wollen, dies ist absoluter Quatsch.
Schwellenländer insbesondere die Türkei Schuldenstand(38% vom BIP) haben sehr solide Staatsfinanzen.

Da können einige Staaten nur von träumen.

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