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02.10.2013

19:14 Uhr

Währungskurs steigt

Vertrauen in Italien, Vertrauen in den Euro

Italiens Ministerpräsident Enrico Letta hat die Vertrauensabstimmung im Senat gewonnen. Das ließ den Eurokurs über die Marke von 1,36 Dollar steigen.

Das Vertrauen in Enrico Letta hat auch das Vertrauen in den Euro gestärkt. dpa

Das Vertrauen in Enrico Letta hat auch das Vertrauen in den Euro gestärkt.

Frankfurt/MainDie gewonnene Vertrauensabstimmung der italienischen Regierung im Senat hat den Eurokurs am Mittwoch über die Marke von 1,36 Dollar steigen lassen. Die europäische Gemeinschaftswährung erreichte am Nachmittag mit 1,3607 US-Dollar den höchsten Stand seit Anfang Februar. Am späten Nachmittag fiel der Euro leicht zurück und wurde mit 1,3589 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte die Gemeinschaftswährung nur knapp über der Marke von 1,35 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3515 (Dienstag: 1,3554) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7399 (0,7378) Euro.

„Die Fortsetzung der Regierung in Rom hat auch das Vertrauen in die Eurozone insgesamt gestärkt“, sagte Christian Schulz, Volkswirt bei der Berenberg Bank. Ministerpräsident Enrico Letta gewann mit Hilfe von Silvio Berlusconis Partei Volk der Freiheit (PdL) die Vertrauensabstimmung im Senat. Berlusconi hatte ihm zuvor nach einem überraschenden Schwenk die Unterstützung der PdL zugesagt und die Regierung damit vor dem drohenden Aus bewahrt. „Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone wird so vor einem Machtvakuum bewahrt“, sagte Schulz. Das zuletzt gestiegene Vertrauen in die Eurozone werde so nicht gefährdet.

Dagegen bewegte EZB-Präsident Mario Draghi bei seiner monatlichen Pressekonferenz die Märkte kaum. „Draghi hat vor allem die wirtschaftlichen Risiken betont“, sagte Schulz. Er versuche so die Zinsen an den Märkten zu drücken. Neue geldpolitische Entscheidungen wurden nicht getroffen. Angesichts der Entwicklungen in Italien sei die EZB in den Hintergrund getreten, sagte Schulz.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8341 (0,8345) britische Pfund, 131,76 (132,60) japanische Yen und 1,2241 (1,2253) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1306,25 (1290,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 270,00 (31 110,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (7)

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no_bebo

02.10.2013, 20:09 Uhr

AfD ist ein Verein von und für Gartenzwerge. Sie ignorieren, dass der Euro für Deutschland im Zentrum von Europa ein Riesenerfolg ist und dass die Anfangsschwierigkeiten gelöst werden.
"Ökonomieprofessoren in die Produktion".

no_bebo_mas_que_ayer

02.10.2013, 21:32 Uhr

Dass der € die 1,36 kurz gesehen hat, hat natürlich nichts mit dem shut-down in USA und dem in Folge schwächeren $ zu tun. Auch ist der € natürlich ein Riesenerfolg für alle Sparer und Inhaber von Lebensversicherungen. Und wenn es einem dadurch spürbar schlechter geht, Opfer müssen wir schliesslich alle bringen, ne? Ich persönlich freue mich sehr, dass man den Banken die Stange hält...

Rechner

02.10.2013, 22:29 Uhr

'no_bebo' sagt
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AfD ist ein Verein von und für Gartenzwerge.
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Stimmt.

+++

'no_bebo' sagt
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Sie ignorieren, dass der Euro für Deutschland im Zentrum von Europa ein Riesenerfolg ist und dass die Anfangsschwierigkeiten gelöst werden.
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Für "ist" setze "werden kann"!

Bis jetzt hat uns der Euro durch überhöhte Importpreise wegen PIGS-bedingter Unterbewertung ein paar hundert Milliarden gekostet.

Die Schwierigkeiten durch die Überschuldung anderer Staaten waren allerdungs gar nicht vom Euro verursacht, sondern durch Basel 1&2 mit einern unzureichenden Eigenkapitalunterlegungsanforderungen für Staatsanleihen.

+++

'no_bebo' sagt
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"Ökonomieprofessoren in die Produktion".
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