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30.01.2013

10:31 Uhr

Währungswetten

„Das Geld wird aus Bundesanleihen herausfliegen“

Dollar verkaufen, Won kaufen, raten Anlagestrategen. Investoren folgen und ziehen auf der Jagd nach Rendite ihr Geld aus sicheren Positionen ab und investieren in riskantere Währungen. Tendenz steigend.

Deutsche Euromünze. Anleger ziehen ihr Geld ab und investieren risikoreicher. dpa

Deutsche Euromünze. Anleger ziehen ihr Geld ab und investieren risikoreicher.

Der globale Devisenmarkt im Volumen von jährlich vier Billionen Dollar (2,98 Bill. Euro) zeigt derzeit so viel Vertrauen in die Weltwirtschaft wie schon seit fünf Jahren nicht mehr. Diese Zuversicht rührt nicht zuletzt daher, dass die Zentralbanken kaum Anstalten machen, ihre lockere Geldpolitik in nächster Zeit wieder einzuschränken.

Sogenannte Carry Trades, bei denen Geld in einem Land mit niedrigen Zinsen geliehen und in Währungen mit höherem Risiko investiert wird, stiegen in diesem Jahr bislang um 2,4 Prozent an, wie aus dem Deutsche Bank Carry U.S. Dollar Excess Return Index hervorgeht. Das ist der beste Jahresstart seit 2007. Seit dem Tief des vergangenen Jahres hat der Index 15 Prozent zugelegt.

Anlagetipps: So vermeiden Sie Pleiten

1. Streuen

Streuen Sie Geldanlagen breit, packen Sie nie mehr als ein Drittel der Anlagesumme in ein Einzelinvestment.

2. Vorsicht vor Krediten

Verkauft der Anbieter einer Immobilie oder eines Finanzprodukts den Kredit gleich mit, sollte vorher ein Anwalt das Angebot prüfen.

3. Weitere Meinungen

Ziehen Sie eine weitere Meinung von einem Profi hinzu, den Sie beauftragen.

4. Lesen Sie Verträge

Lesen Sie Verträge. Nur das gilt, nicht das, was Vermittler im Gespräch erzählen.

5. Risiko

Präsentiert der Verkäufer Rechenbeispiele, in denen sich die Anlage von selbst finanziert, lassen Sie die Finger davon. Wer viel verdienen will, trägt viel Risiko.

6. Vor Ort prüfen

Bevor Sie sich an Immobilien beteiligen, prüfen Sie vor Ort, wie sie vermietet sind

7. Baulicher Zustand

Besichtigen Sie Immobilien und lassen Sie den baulichen Zustand begutachten.

8. Spezialisierter Anwalt

Fragen Sie im Zweifel einen spezialisierten Anwalt. Ein Steuerberater bestätigt, dass der Steuervorteil greift, ein Anwalt kennt die Fallstricke der Anlage.

9. Vorausschau

Schauen Sie zuerst auf das Risiko und dann auf die mögliche Rendite. Legen Sie fest, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.

10. Kein Zeitdruck

Lassen Sie sich eine Chance entgehen, statt unter Zeitdruck zu unterschreiben.

11. Produkte, die Sie verstehen

Kaufen Sie nur Produkte, die Sie verstehen. Das klingt banal, passiert aber viel zu selten.

12. Beratungsprotokoll

Lassen Sie sich immer das Beratungsprotokoll aushändigen. Prüfen Sie, ob der Inhalt stimmt.

13. Schriftliche Bestätigung

Sagt der Berater, ein Produkt sei sicher, verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Aussage. Gibt er sie nicht, lassen Sie die Finger vom Geschäft.

14. Prospekte

Lassen Sie sich den Prospekt aushändigen, und lesen Sie ihn vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich. Suchen Sie im Prospekt nach Risikohinweisen.

15. Keine Telefonangebote

Legen Sie auf, wenn Sie unverlangt ein Angebot per Telefon bekommen.

Die Zentralbanker halten ihren Fuß weiter auf dem Gaspedal, auch wenn die Schuldenkrise in Europa nachlässt, das Wachstum in den USA anzieht und auch China stärker zulegt. Die wachsende Risikobereitschaft der Investoren lässt sich nicht nur daran sehen, dass sie verstärkt in Währungen wie den Rubel, den mexikanischen Peso oder den brasilianischen Real investieren. Sie haben auch die Renditen spanischer Bonds nach unten gedrückt, obwohl das Land noch vor ein paar Monaten Kandidat für eine Rettungsaktion war. Der Standard & Poor's 500 Index kletterte auf den höchsten Stand seit 2007 und am Freitag erreichte auch der Dax ein neues Fünfjahreshoch.

„Was wir 2013 sehen werden, ist etwas mehr Zuversicht - was die Investoren betrifft - in Wachstum”, sagt Vasileios Gkionakis, Chef für weltweite Devisenstrategie bei UniCredit Bank AG in London, im Telefoninterview. „Dies bedeutet, dass sie damit anfangen werden, sich risikoreicher zu positionieren. Indem sie das tun, werden die Carry Trades abheben.”

Kommentare (1)

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30.01.2013, 11:39 Uhr

Alles besser als im Euro zu bleiben der zu 100% scheitern wird, da er und seine marode Union völlig im Eimer ist.

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