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13.04.2012

07:03 Uhr

Währungswettstreit

China stärkt den Yuan gegen den Dollar

VonFinn Mayer-Kuckuk

Der chinesische Yuan soll dem Dollar Konkurrenz machen. Ein neues Abwicklungssystem soll die Landeswährung künftig freier handelbar machen. Auch bei deutsche Banken und Unternehmen wird der Yuan immer beliebter.

China will die weltweite Bedeutung der eigenen Währung weiter ausbauen und den Yuan als Alternative zur Leitwährung US-Dollar stärken. dpa

China will die weltweite Bedeutung der eigenen Währung weiter ausbauen und den Yuan als Alternative zur Leitwährung US-Dollar stärken.

PekingChina will die Bedeutung des Yuans gegenüber dem Dollar aufwerten. Die Regierung wolle in den kommenden ein oder zwei Jahren eine entsprechende Plattform für die Zahlungsabwicklung aufbauen, sagte Li Bo, Chef der Abteilung für Geldpolitik bei der chinesischen Zentralbank, gegenüber der Zeitung „China Daily“. „Das neue System wird die Konvertierbarkeit der Währung stärken und die Nutzung des Yuan als Handelswährung erhöhen“, sagte Li.

Die chinesische Währung, der Yuan, ist zwar nicht an den Devisenmärkten handelbar, entwickelt sich aber dennoch zu einer Alternative zum Dollar im internationalen Handel. Hintergrund ist der Aufstieg Chinas zum Exportweltmeister und zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Für zahlreiche Schwellenländer ist das Land bereits der wichtigste Handelspartner. Wer seine Geschäfte direkt in Yuan macht, vermeidet dabei den Umweg über den Dollar, dessen Fluktuationen seit der Finanzkrise die Preise verzerrt haben. Außerdem hat China den Anspruch, zu einer wirtschaftlichen Führungsmacht zu werden. Peking fördert daher die Nutzung von Yuan beispielsweise durch die Bereitstellung von Exportkrediten in der eigenen Währung.

Was fehlte, war eine eigene Plattform für die Abwicklung der Zahlungen, wie sie für Dollar oder Euro seit Jahrzehnten existiert. Bisher haben Auslandsfilialen der Großbank Bank of China die Zahlungsströme verwaltet. Das ist aber umständlicher und teurer als die Nutzung eines vollautomatisierten Abwicklungssystems. Zudem bietet die Bank ihre Dienste nicht rund um die Uhr an, sondern nur zu den jeweiligen Schalterstunden – im schnellen globalen Handel ein entscheidender Nachteil.

Die Probleme werden nun akut, weil die Nutzung von Yuan immer beliebter wird. „Der internationale Markt für Yuan erreicht eine reifere Entwicklungsphase“, schreiben Analysten von Goldman Sachs. Die chinesische Regierung fördere derzeit die Internationalisierung des Yuan. „Wir erwarten einen weiteren Nachfrageanstieg nach Yuan für Investitionen und Handel.“

Kommentare (2)

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13.04.2012, 07:23 Uhr

Unwahrscheinlich dass die chinesische Regierung eine weitere mittelfristige Aufwertung des Yuan zulaesst. Chinesische Produkte haben sich in den letzten vier Jahren bereits derart verteuert, dass sie auf dem Weltmarkt bald nicht mehr konkurrenzfaehig sind. Preise exorbitant rauf - Qualitaet gleichbleibend oder sogar verschlechternd - das funktioniert nicht und gefaehrdet die ohnehin schon labile Wirtschaft.

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13.04.2012, 12:36 Uhr

Wenn das wirklich kommt, sage ich schon das nächste Land vorraus, welches von den Amis "demokratisiert" wird.
Die Dollarschwäche mit seiner immensen Inflation, kann nur durch die weltweite Leitwährung versteckt werden.
Jeder der es wagte den Dollar abzulehnen wurde von den Amis eleminiert, Lybien, Irak und jetzt der Iran ... weitere folgen.

sehr zu empfehlen alle Beiträge von Jürgen Elsässer...

http://www.dailymotion.com/video/xbnj0h_iran-fakten-gegen-westliche-propaga_news

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