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21.05.2012

09:54 Uhr

Wärmemarkt

Heizöl hat sich stärker verteuert als Benzin

Nicht nur über hohe Spritpreise können die Verbraucher klagen: Nun drohen auch noch steigende Heizkosten. Insbesondere bei Ölheizungen müssen die Mieter und Eigentümer tiefer ins Portmonee greifen.

Verlierer auf dem Wärmemarkt sind Haushalte, die mit Öl heizen. dpa

Verlierer auf dem Wärmemarkt sind Haushalte, die mit Öl heizen.

HamburgAm Ende der Heizperiode gibt es eine gute Nachricht für alle Mieter und Eigenheimbewohner: Die Winterzeit war, abgesehen von einigen Wochen hartem Frost im Februar, reichlich mild. Die Durchschnittstemperatur von Anfang Oktober bis Ende April lag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bei 4,6 Grad Celsius, das sind 1,1 Grad mehr als im langjährigen Mittel und 0,7 Grad mehr als im Jahr zuvor. Weniger Kälte heißt: Weniger Heizung, weniger Verbrauch von Öl, Gas und Fernwärme, weniger Kosten.

Die meisten Wohnungen in Deutschland werden mit Gas (49 Prozent) oder Fernwärme (13 Prozent) beheizt. Ihre Mieter und Eigentümer können mit Rückerstattungen und niedrigeren Abschlagzahlungen rechnen, wenn das nächste Mal die Abrechnung der Heizkosten im Briefkasten liegt.

Der Energie-Dienstleister Techem in Eschborn hat für das Kalenderjahr 2011 ausgerechnet, dass der Verbrauch an Heizenergie ungefähr um 18 Prozent zurückgegangen ist. Damit könnten die Nutzer von Gasheizungen rund 13,5 Prozent Kosten einsparen, die Kunden der Fernwärme mehr als acht Prozent gegenüber 2010. Dabei hat Techem nur die Daten bis Dezember erhoben, also die halbe Heizperiode.

Auf etwas andere Größenordnungen kommt das Internet-Portal Verivox, das bis Ende März gerechnet hat und für Gasheizungen auf eine Kostenersparnis von rund vier Prozent kommt. Da ist der kalte Februar schon mit drin. Die Jahresrechnung für eine drei- bis vierköpfige Familie in einem frei stehenden Einfamilienhaus würde nach diesen Angaben rund 1045 Euro betragen, das sind 42 Euro weniger als im Jahr zuvor.

Tatsächlich aber lassen sich die Kosten nur sehr schwer und modellhaft berechnen. Zu viele Faktoren spielen eine Rolle, von der geografischen Lage und dem Regionalwetter bis zum baulichen Zustand und der Größe des Gebäudes, der Isolierung und dem Tarif des Lieferanten. Deshalb lassen sich nur Trendaussagen treffen.

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