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06.01.2010

10:26 Uhr

Warenmärkte

Bei Rohstoffen herrscht wieder Optimismus

VonRegine Palm

Mit der Erholung der Weltwirtschaft steigen die Preise an den internationalen Warenmärkten. Trotzdem notieren die Grundstoffe noch unter den Höchstständen der zweiten Jahreshälfte 2008. Experten blicken erneut auf China,dessen Rohstoffbedarf die Preise in die Höhe treibt.

Rollen mit Kupferdraht: Die Preise von Industriemetallen könnten im Aufschwung weiter steigen. dpa

Rollen mit Kupferdraht: Die Preise von Industriemetallen könnten im Aufschwung weiter steigen.

DÜSSELDORF. An den internationalen Rohstoffmärkten dominieren wieder die Optimisten. Angesichts der erlebten Preisrückschläge sind die Akteure zwar vorsichtiger geworden, doch sind die Startvoraussetzungen für das neue Jahr wesentlich besser als sie es noch vor einem Jahr waren. Experten erwarten einen weiteren Anstieg der Notierungen.

"Die Preise werden moderat steigen", prognostiziert Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Er rechnet mit Aufschlägen von zehn bis 15 Prozent, sollte die Weltwirtschaft - wie von der LBBW erwartet - um 3,9 Prozent wachsen. Auch Giles Keating von der Credit Suisse glaubt an steigende Preise: "Die Rohstoffnotierungen korrelieren stark mit der Entwicklung der globalen Industrieproduktion". Da sich diese weiter erholen sollte, dürften auch die Rohstoffpreise weiter zulegen.

Seit Beginn des Jahres 2009 haben sich die Preise vieler Rohstoffe wieder erholt. Den konjunkturell bedingten Einbruch in der zweiten Jahreshälfte 2008 konnten die Grundstoffe aber - mit wenigen Ausnahmen - nicht ausgleichen und notieren daher noch unter ihren Höchstständen. Ein maßgeblicher Faktor für den kontinuierlichen Preisanstieg bildet unverändert der hohe Rohstoffbedarf von Entwicklungsländern wie China.

Bei ihrem optimistischen Ausblick schauen die Experten erneut auf die sich noch entwickelnden Schwellenländer, die Emerging Markets, die einen hohen Rohstoffbedarf haben. "Von ihnen geht die meiste Dynamik aus", sagt Schallenberger. Eine Einschätzung, die die Credit Suisse bestätigt: "Schwellenländer weisen, von einigen Ausnahmen abgesehen, ein deutlich höheres Wachstumspotenzial auf als Industrieländer."

Christoph Eibl vom Rohstoffspezialisten Tiberius Asset Management ist insgesamt etwas skeptischer. "Wir erleben eine liquiditätsgetriebene Aufwärtsbewegung, die noch bis ins erste Quartal anhalten wird", sagt Eibl. Die weitere Entwicklung hänge dann aber davon ab, wie stabil die Erholung auch ohne staatliche Konjunkturprogramme sein wird. In einer insgesamt leicht positiven Entwicklung an den Rohstoffmärkten erwartet Eibl, dass die Preisschwankungen zunehmen werden.

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