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11.01.2007

13:12 Uhr

Wechselkurse

China wertet Yuan weiter auf

Im Handelsstreit mit den USA und Europa hat China einen weiteren Trippelschritt zur Aufwertung seiner als massiv unterbewertet geltenden Währung unternommen.

HB PEKING Chinas Zentralbank legte den Wechselkurs des Yuan (Renminbi) am Donnerstag für einen Dollar mit 7,7977 fest - und damit erstmals unter der Marke von 7,8 Yuan. Damit erreichte Chinas Währung ein weiteres Hoch seit der Wechselkursreform im Juli 2005. Seit damals hat Chinas Währung bislang um etwa sechs Prozent zugelegt. Experten erwarten, dass der chinesische Yuan in diesem Jahr um weitere fünf Prozent aufwerten wird.

Tags zuvor hatte China bekannt gegeben, dass die Exporte 2006 um 27,2 Prozent gestiegen sind, was zu einem 74-prozentigen Zuwachs des Handelsüberschusses auf das Rekordniveau von 177,4 Milliarden Dollar geführt hat. Der hohe Überschuss im Handel vor allem zwischen China und den USA sorgt immer wieder für Spannungen mit Washington. Die USA, aber auch die Europäer, werfen Peking vor, durch einen künstlich niedrig gehaltenen Wechselkurs die Exporte in die USA zu verbilligen und seinen eigenen Markt noch nicht weit genug für Importe zu öffnen.

Erst im Dezember hatte US-Finanzminister Henry Paulson den unterbewerteten Yuan als „Kernproblem“ bezeichnet. China hat zwar zugesagt, seinen Wechselkursmechanismus zu reformieren und die heimische Nachfrage zu stärken. Den Kritikern geht die Geschwindigkeit des Anpassungsprozesses aber nicht schnell genug. Der Yuan zog nach der Aufwertung auch erstmals mit dem Hongkong- Dollar gleich, der mit 7,8 und einer erlaubten Abweichung von nur 5 Cent fest an den US-Dollar gebunden ist. Der Hongkong-Dollar lag am Morgen bei 7,7950 zum US-Dollar und wurde im Laufe des Tages eins zu eins gegen Yuan getauscht.

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