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04.06.2015

15:51 Uhr

Wegen Bond-Renditen

Euro tritt auf die Bremse

Seit drei Tagen schnellt der Eurokurs in die Höhe, weil die Analysten eine Belebung des Wachstum und der Inflation voraussagen. Auch die Bond-Renditen steigen dadurch. Nun scheint die Euro-Rally aber vorerst gestoppt.

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Nach einem turbulenten Kursanstieg hat der Euro seine Kursgewinne vorerst begrenzt. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,256 Dollar und damit 0,1 Prozent höher als am Vortag. In den vergangenen drei Handelstagen hatte der Euro insgesamt 3,2 Prozent gewonnen. Dahinter stehen nicht zuletzt Anzeichen für eine Belebung von Wachstum und Inflation in den 19 Ländern der Währungsunion, wodurch die Bond-Renditen in der Region hochgeschnellt sind.

Der Euro verteuerte sich gegenüber allen anderen wichtigen 16 Weltwährungen bis auf eine, während die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen auf den höchsten Stand seit acht Monaten hochschnellte. Der Renditeabstand zu US-Treasuries sank auf den niedrigsten Stand seit Anfang Februar. Mario Draghi, der Vorsitzende der Europäischen Zentralbank, hatte am Mittwoch erklärt, dass die Inflation im weiteren Jahresverlauf anziehen werde.

„Die deutschen Bund-Renditen heben ab, da Wachstum und Inflation neu eingepreist werden”, sagte Peter Rosenstreich, Leiter Marktstrategie bei Swissquote Bank SA im schweizerischen Gland. „Nachdem der Renditeabstand zwischen Bunds und Treasuries schrumpft, schichten Händler von Dollar in Euro um.”

Zum Franken gewann der Euro 0,2 Prozent auf 1,0554 Franken, während die eidgenössische Währung 0,4 Prozent zum Dollar gewann auf 93,01 Rappen. Zum Yen war der Euro 0,5 Prozent fester bei 140,78 Yen, während der Yen zum Dollar 0,2 Prozent gewann auf 124,04 Yen.

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