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08.04.2014

12:12 Uhr

Wegen Yuan-Abwertung

USA ist „ernsthaft besorgt“

Bedenken um die chinesische Währungspolitik: Seit Jahresbeginn wird der Yuan deutlich abgewertet. Das könnte eine Abkehr in Richtung eines vom Markt bestimmten Wechselkurses bedeuten – Grund zur Sorge für die USA.

Seit Jahresbeginn wird der Yuan abgewertet. Die jüngste Abwertung bereitet der USA Sorgen. ap

Seit Jahresbeginn wird der Yuan abgewertet. Die jüngste Abwertung bereitet der USA Sorgen.

Washington/PekingDie USA sind wegen der jüngsten Abwertung der chinesischen Währung Yuan „ernsthaft besorgt“. Falls die jüngste Schwäche eine Abkehr von Chinas Kurs in Richtung eines vom Markt bestimmten Wechselkurses signalisiere, würde das ernste Bedenken auslösen, sagte ein ranghoher Mitarbeiter des US-Finanzministeriums am Montagabend (Ortszeit) in Washington in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Das Außenministerium in Peking sagte zu, an der schrittweisen Flexibilisierung der Währung festzuhalten. „Wir werden die Reform des Wechselkursmechanismus konsequent vorantreiben“, sagte Ministeriumssprecher Hong Lei. Allerdings hat sein Ministerium in der Währungspolitik nicht viel zu sagen, doch ist es das einzige, das regelmäßig Fragen ausländischer Journalisten beantwortet.

Wie Anleger in den Devisenmarkt investieren können

Zertifikate

Über Zertifikate können Kleinanleger auf die Entwicklung ganz verschiedener Währungspaare wetten. Besonders beliebt ist das Verhältnis Euro zu Dollar. Je nach Art des Zertifikats steigt das Risiko. Während es bei Zinszertifikaten vergleichsweise begrenzt ist, spielen die Anleger mit verschiedenen Hebelprodukten wie den sogenannten Knock-Outs alles oder nichts. Sollte der Basiswert, also der Devisenkurs, während der Laufzeit die festgelegte Knock-Out-Schwelle durchbrechen, ist die Wette verloren. Geht der Plan auf, winkt wegen der Hebelwirkung des Zertifikats der große Gewinn.

Optionen

Optionen ermöglichen mit geringem Einsatz hohe Gewinne - bei gleichzeitig hohem Risiko. Wer eine Option kauft, geht ein Termingeschäft ein. Der Käufer erwirbt das Recht, eine Währung zu einem festen Kurs und innerhalb einer festgelegten Frist einzutauschen. Der Reiz daran ist, dass er für die Option nur einen Bruchteil des eigentlichen Wertes bezahlen muss, gewissermaßen als Pfand. Durch den kleinen Einsatz ist eine extreme Hebelwirkung möglich. Optionsgeschäfte sind im Devisenhandel weit verbreitet. Im Internet bieten Broker diese Wetten auch für Privatanleger an. Die Angebote unterscheiden sich deutlich bei Gebühren, dem maximal möglichen Hebel oder der Differenz zwischen An- und Verkaufskursen. Unerfahrene Anleger sollten lieber die Finger davon lassen.

Direkthandel

Den direkten Zugang zur großen, weiten Welt der Währungen bieten Online-Plattformen wie Alpari oder Forex Capital Markets (FXCM). Nach vorsichtigen Schätzungen liegt die Zahl der Nutzer in Deutschland zwischen 50.000 und 70.000. Der Handel funktioniert in erster Linie über Hebelprodukte, mit denen man schon auf winzige Änderungen bei der vierten oder fünften Nachkommastelle wetten kann. Die Zugangsschwelle für Privatanleger ist niedrig, weil die Transaktionskosten sehr gering sind. Wer 10.000 Dollar kauft, zahlt bei manchen Brokern gerade mal zwei Dollar Gebühr.

Währungskonten

Einige Banken bieten ihren Kunden sogenannte Währungsanlagekonten an. Das Prinzip ist einfach. Der Anleger verschiebt eine Summe X auf sein Währungskonto - ähnlich wie bei einem Tagesgeldkonto, nur in einer anderen Währung. Wechselt er sein Geld etwa in Franken, bleibt es geschützt, falls der Euro gegenüber der Schweizer Währung fallen sollte. Neben der möglichen Aussicht auf Wechselkursgewinne lockt bei manchen Angeboten zusätzlich ein fester Zins.

Devisenfonds

Erst seit 2004 dürfen Fondsgesellschaften Währungsgeschäfte nicht nur zur Kurssicherung, sondern auch als eigenes Anlageprodukt anbieten. Bei den Fonds unterscheidet man aktive und passive. Aktiv heißt, dass ein Manager den Devisenfonds verwaltet. Er investiert in Geldmarktpapiere - das sind kurz laufende Anleihen - unterschiedlicher Währungen oder schließt Devisentermingeschäfte ab. Die passive Variante funktioniert über börsengehandelte Indexfonds, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF). Hier profitiert der Anleger von der Entwicklung eines bestimmten Währungskorbs. ETFs kosten weniger Gebühren, können aber nicht auf überraschende Veränderungen reagieren. Auf dem deutschen Markt stehen rund 60 Devisenfonds zur Auswahl.

Aktien/Anleihen

Um indirekt von Währungseffekten zu profitieren, können Anleger auch Aktien oder Anleihen aus anderen Ländern kaufen. Neben möglichen Kursgewinnen winken Wechselkursgewinne, vorausgesetzt natürlich der Euro verliert zur jeweiligen Fremdwährung weiter an Wert.

Der Yuan wurde seit Jahresbeginn um rund 2,5 Prozent zum Dollar abgewertet, nachdem die Zentralbank zuvor über mehrere Jahre hinweg eine sanfte Aufwertung erlaubt hatte. Eine schwächere Währung macht Produkte des Exportweltmeisters im Ausland billiger. Gleichzeitig werden ausländische Erzeugnisse in China teurer.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

08.04.2014, 14:57 Uhr

Das war schon lange ueberfaellig!
Mal sehen, wann in den USA die Lichter aus gehen! Man kann nur hoffen, bald, bevor sie noch einen flaechendeckenden Krieg ausloesen kennen!

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