Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.04.2011

09:52 Uhr

Weiterer Kursanstieg

Euro-Anleger vertrauen fest auf Trichet

Dass die EZB am Donnerstag ihre Zinsen erhöht, gilt am Devisenmarkt als ausgemachte Sache. Trotzdem steigt der Euro weiter und kostet jetzt schon fast 1,43 Dollar. Dagegen fällt der Yen weiter zurück.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet dürfte die Erwartungen des Marktes nicht enttäuschen. Quelle: Reuters

EZB-Chef Jean-Claude Trichet dürfte die Erwartungen des Marktes nicht enttäuschen.

DüsseldorfDer Kurs des Euro hat am Mittwoch weiter in Richtung 1,43 US-Dollar zugelegt. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,4266 Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr mehr als am späten Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7009 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag noch auf 1,4166 (Montag: 1,4240) Dollar festgesetzt.

Vor der wichtigen Zinssitzung der EZB am Donnerstag rechnen Experten mit eher geringen Impulsen am Devisenmarkt. Bewegen könnten am Mittwoch allenfalls neue Auftragszahlen aus der deutschen Industrie, heißt es bei der HSH Nordbank. Am Donnerstag dürften die europäischen Währungshüter erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise die Leitzinsen anheben. EZB-Chef Jean-Claude Trichet und andere ranghohe Notenbankvertreter hatten bis zuletzt entsprechende Hinweise gegeben.

Die unterschiedlichen Zinserwartungen in verschiedenen Währungsräumen waren auch im asiatischen Devisenhandel Thema. Die Erwartung einer weiterhin extrem lockeren Geldpolitik in Japan drückte den Kurs des Yen. Die japanische Währung fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Für einen Dollar mussten in der Spitze 85,50 Yen bezahlt werden. Zum Euro war der Yen mit einem Kurs von fast 122 Dollar so günstig wie seit elf Monaten nicht mehr. „In vielen Ländern geht es in Richtung steigender Zinsen oder zumindest wird der Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik vorbereitet. Aber in Japan ist als Rettungsmaßnahme eine riesige Menge an Geld in den Markt gepumpt worden, und Zinserhöhungen sind absolut kein Thema“, sagte Analyst Tsutomu Soma von Okasan Securities in Tokio.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Sinn-voll

06.04.2011, 09:23 Uhr

Eurorettungspaket - Die tickende Zeitbombe - hier mehr dazu:
http://www.sueddeutsche.de/geld/rettungsschirm-fuer-den-euro-tickende-zeitbombe-1.1080370

Account gelöscht!

06.04.2011, 10:52 Uhr

Vertrauen zu Trichet ? EU-Finanz-Politiker oder Kesseflicker ? Das ist hier noch die Frage. Eine EU-Vision ist doch nicht vorhanden und die EU-Problem-Staaten lassen sich alle nacheinander in die EU-HARTZ4-Hängematte fallen. Trichet versorgt sie mit billigem Geld.

Leistungs-Prinzip EU-weit auf den Kopf gestellt. Die Idioten sind die Fleissigen, die noch Steuern zahlen. Und in Griechenland wird in großem Stil das Bargeld abgehoben und ins Ausland geschafft, bevor die Steuerfahndung zuschlagen kann.

Karl

06.04.2011, 11:49 Uhr

Wer auf den Euro und die EU vertraut, ist gehirngewaschen.
Wie naiv und dumm muss man sein ????

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×