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14.08.2015

13:55 Uhr

WTI

Ölpreis fällt auf 6-1/2-Jahres-Tief

Die überraschende Abwertung des chinesischen Yuan in den vergangenen Tagen lässt den Ölmarkt nicht ruhen. Die Preise fallen weiter – aus Sorge um die Konjunktur in Asien. Auch die steigenden US-Reserven sorgen für Druck.

Der Ölpreis fällt und auch das Tanken ist zuletzt weltweit günstiger geworden. Reuters

Tankstelle in Chicago

Der Ölpreis fällt und auch das Tanken ist zuletzt weltweit günstiger geworden.

SingapurDie anhaltende Rohöl-Schwemme hat den Preis für die US-Sorte WTI am Freitag auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren gedrückt. Ein Barrel (Fass zu 159 Liter) verbilligte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 41,35 Dollar.

Börsianer begründeten dies unter anderem mit dem Anstieg der US-Reserven in den vergangenen Monaten. Dem Energieministerium zufolge lagern in US-Tanks derzeit 453,6 Millionen Barrel Rohöl, knapp 20 Prozent mehr als zu Jahresbeginn.

Zahlen und Fakten zu China

Bevölkerung

China ist mit 1,37 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Fläche

Auf einer Fläche von rund 9,5 Millionen Quadratkilometern ist China in 22 Provinzen und fünf Autonome Regionen gegliedert.

Sonderverwaltungszonen

Dazu kommen die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Reichs der Mitte ist Peking. Dort allein leben mehr als 20 Millionen Menschen – und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Han und Minderheiten

Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Han-Chinesen (91,6 Prozent), dazu kommen 55 Minderheiten.

Religion

Rund ein Fünftel der Bevölkerung hängt Volksreligionen an, dazu kommen sechs Prozent Buddhisten und 2,4 Prozent Muslime.

Stadt und Land

Mit 749 Millionen Menschen lebt die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) in Städten.

Branchen-Insidern zufolge verbuchte der Datenanbieter Genscape allein zwischen dem 7. und dem 11. August einen Anstieg um 890.000 Barrel. Analyst Robin Bieber vom Brokerhaus PVM Oil Associates führte diesen kräftigen Anstieg teilweise auf die geringere Nachfrage mehrerer US-Raffinerien zurück, die wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten ganz oder teilweise geschlossen sind. WTI und die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee hätten sich voneinander abgekoppelt. „WTI könnte weiter fallen, während der Rest stabil bleibt“, betonte er. Brent kostete am Freitag mit 49,26 Dollar je Barrel ungefähr so viel wie am Vortag.

Seit Juni haben die Ölpreise mehr als 30 Prozent nachgegeben. Es ist nach wie vor die Überversorgung des Marktes, die die Preise drückt, sagte ein Händler. Dazu kämen die globalen Wachstumssorgen, vor allem ausgehend von China. Zudem drücke der starke Dollar, der Öl in anderen Währungsräumen verteuert, die Nachfrage.

„Die Yuan-Abwertung war bedeutend für die Rohstoffmärkte und wir glauben, es deutet darauf, dass sich weltwirtschaftlichen Bedingungen geändert haben“, urteilte die US-Investmentbank Goldman Sachs in einer Mitteilung an Kunden.

Kommentare (3)

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Frau Ich Kritisch

14.08.2015, 09:55 Uhr

ich find's gut!
Konnte ich doch heute morgen für 138,9 tanken :-)

Account gelöscht!

14.08.2015, 11:20 Uhr

Dann haben Sie leider nicht den "richtigen" Kraftstoff, denn ich habe für 1,09 Diesel getankt.
Es ist wie bei der Aktienanlage, zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Wert kaufen, und das war vom Verbrauch und Preis eindeutig der Diesel, egal welches Fahrzeug.

Sollte das Argument kommen, beim Kaufpreis aber teurer, dem sei gesagt, wer kauft den auch NEU, ein Jahreswagen ist die bessere Alternative.

Natürlich muß man sich mit solchen Sachen länger beschäftigen, genau wie beim Kauf der richtigen Aktien.

Aber daher mache ich in meinem Depot keine Verluste und freue mich über die Dividenden, genau wie ich mich über einen geringen Spritverbrauch freue und für 1,09 tanke.

Herr Peter Spiegel

14.08.2015, 11:50 Uhr

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