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08.04.2011

15:27 Uhr

WTI & Brent

Öl und Benzin werden immer teurer

Die unsichere Lage in Libyen sorgt weiterhin für einen Höhenflug beim Ölpreis. Autofahrer wie auch die energieintensive Industrie bekommen die starke Belastung zu spüren.

Ölpumpen auf einem Feld bei Taft in Kalifornien. Quelle: dpa

Ölpumpen auf einem Feld bei Taft in Kalifornien.

Singapur/LondonÖl ist so teuer wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Freitag zeitweilig schon mehr als 124 Dollar je Barrel (159 Liter). Das ist der höchste Stand seit August 2008. Auch der Preis für US-Öl steigt weiter und liegt bereits deutlich über 111 Dollar je Fass. Innerhalb eines Jahres sind die Ölpreise damit für Brent um mehr als 40 Prozent, für US-Rohöl um gut ein Viertel gestiegen.

Die Verbraucher müssen beim Benzin und Heizöl immer tiefer in die Tasche greifen. Benzin kostet inzwischen an Tankstellen hierzulande im Schnitt 1,57 Euro je Liter, Diesel 1,47 Euro. Das ist noch knapp unter den Höchstständen vom Sommer 2008. Für die vom Öl abhängigen Wirtschaftszweige werden die höheren Preise zunehmend zur Belastung.

Für Deutschland rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute dennoch mit einer Fortsetzung des starken Aufschwungs. Als Hauptgrund für die hohen Ölpreise wird die Unsicherheit über die Auswirkungen der zahlreichen Krisenherde auf die Weltwirtschaft genannt. Vor allem gebe es weiter Versorgungsängste wegen der Unruhen in der arabischen Welt. Die blutigen Auseinandersetzungen in Libyen, das viel Öl und Gas nach Europa liefert, schüren die Besorgnis noch. Das hohe Preisniveau könnte auch die Ölnachfrage aus wichtigen Industrieländern wie den USA oder China belasten, hieß es am Markt.

Für zusätzliche Nervosität sorgen laut Commerzbank auch die Wahlen in Nigeria an diesem Wochenende. Eventuelle Lieferausfälle im größten afrikanischen Ölförderland könnten die Angebotssituation insbesondere bei qualitativ hochwertigem Öl weiter verschärfen, heißt es in einer Studie. Der Preis für die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg am Freitag zeitweilig auf 111,45 Dollar je Barrel, 1,35 Dollar mehr als am Vortag.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) lag zuletzt im Durchschnitt bei 117,65 Dollar je Barrel, wie die Opec in Wien errechnete. Die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken und Branchenkenner waren zum Jahreswechsel noch davon ausgegangen, dass der Ölpreis 2011 aufs Jahr bezogen zwischen 70 bis 90 Dollar je Barrel liegen wird.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Volksverdummung

09.04.2011, 08:06 Uhr

Hier wird gerade wieder Volksverdummung betrieben
Der Ölpreis steigt, weil das werlose Geld immer mehr wird - Fiat-Money.
Das bring Inflation - Geldentwertung ( welches eh keinen Wert hat - paradox )
Ein paar Spekulanten springen natürlich auch auf den Ölzug auf. Wenigstens hat Öl einen Wert.....

Account gelöscht!

09.04.2011, 08:17 Uhr

Das dürfte nicht der wesentliche Grund sein. Wertloses Geld lassen sich die Ölförderländer nicht andrehen, auch nicht zu höheren Preisen.

Volksverdummung

09.04.2011, 08:23 Uhr

Aufwachen Ernst !
Schick mal die Menschen auf die Bank ihr Geld abheben. Sofort kollabiert das System - denn es ist nicht da !
Nur der GLAUBE es wäre da hält das System noch am laufen.
Es ist Fiat-Money und ist mit NICHTS abgesichert.

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