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06.07.2011

13:36 Uhr

WTI und Brent

Portugal und China belasten Ölpreis

Eine weitere Schockwelle in der europäischen Schuldenkrise hat den Ölpreis am Mittwoch um mehr als einen Dollar nach unten gedrückt. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent fiel um 1,40 Dollar auf 112,25 Dollar, nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Portugals auf Ramsch-Niveau heruntergestuft.

Ein Öllager in Rotterdam. Quelle: dpa

Ein Öllager in Rotterdam.

New York/London/WienDie Ölpreise sind am Mittwoch gefallen: Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zu Auslieferung im August kostete gegen Mittag 112,90 US-Dollar und damit 71 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 16 Cent auf 96,73 Dollar. Am Morgen hatten die Ölpreise noch zugelegt.

Laut Händlern könnten die Lagerbestände in den USA diese Woche zum fünften Mal in Folge gefallen sein und damit eine steigende Nachfrage signalisieren. Die Daten werden am Donnerstag veröffentlicht. Die USA sind der weltweit größte Ölverbraucher.

Neben neuen Sorgen um die Kreditwürdigkeit Portugals habe sich der Ölpreis mittlerweile anscheinend vom physischen Markt abgekoppelt, heißt es in einer Kurzstudie der Commerzbank vom Mittwoch. Saudi-Arabien finde für sein zusätzlich angebotenes Öl im asiatischen Raum kaum Abnehmer, weil es die Preise im Gegensatz zu konkurrierenden Anbietern in der Golfregion nicht stark genug reduziert habe. Das Land sei wohl bereit, zusätzliches Öl auf den Markt zu bringen, nicht aber den Preis zu senken.

Stützend für den Ölpreis komme hinzu, dass der Eigenbedarf für die Stromerzeugung in den Sommermonaten steigen werde. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 107,12 US-Dollar. Das waren 0,25 Dollar mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

Kommentare (1)

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06.07.2011, 11:14 Uhr

IEA : Wahrhaftige Idioten, alle miteinander.

Heute ist der Oelpreis wieder um die 97 US$.

Am Beispiel Japan, wo nur noch 19 von 54 der Atomkraftwerke am derzeit am laufen sind, sehen wir wie wenig Sinn dies machte Oelreserven zu verkaufen. Ein Land das 100% von Oel importen abhaengt und selbst eine akute Luecke hat in der Energieversorgung, schliesst sich lasallenhaft der IEA entscheidung an. Nur Sinn machte das nicht !

"Japan faces power shortages due to nuclear shutdowns

With only 19 of its 54 reactors operating, country hopes stress tests will allay safety fears and allow more to reopen"

http://www.guardian.co.uk/world/2011/jul/06/japan-power-shortages-nuclear-shutdowns?CMP=twt_fd

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