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12.06.2013

12:56 Uhr

Zentralbank greift ein

Indische Rupie lässt Rekordtief hinter sich

Nach den Interventionen der Zentralbank am Vortag hat sich die indische Rupie am Mittwoch erholt. Zu Wochenbeginn war die Rupie auf Talfahrt gegangen. Das am Dienstag erreichte Rekordtief lag bei 58,98 Rupien.

Indische 100-Rupien-Scheine. Indien hat derzeit mit einer hohen Inflationsrate zu kämpfen. Reuters

Indische 100-Rupien-Scheine. Indien hat derzeit mit einer hohen Inflationsrate zu kämpfen.

FrankfurtNach den Interventionen der Zentralbank am Vortag ist die indische Rupie am Mittwoch auf Erholungskurs gegangen. Für einen Dollar mussten zeitweise weniger als 58 Rupien bezahlt werden. Am Vorabend hatte ein Dollar noch 58,33 Rupien gekostet. Händler führten den Kursanstieg auf Aussagen von Regierungsvertretern zurück, wonach Unterstützungsmaßnahmen für die Landeswährung erwogen werden.

Bereits am Vortag hatte die Notenbank eingegriffen, wie Zentralbankvertreter inzwischen bestätigten. Zu Wochenbeginn war die Rupie noch nach Aussagen von Zentralbankgouverneur Duvvuri Subbarao über die begrenzte Wirkung von Devisenmarktinterventionen auf Talfahrt gegangen. Dessen ungeachtet scheine die Notenbank einen Kurs von über 59 Rupien je Dollar verhindern zu wollen, erklärten Börsianer. Das am Dienstag erreichte Rekordtief lag bei 58,98 Rupien.

Indien: Zentralbank hilft der Rupie nach

Indien

Zentralbank hilft der Rupie nach

Die indische Währung war zuletzt massiv unter Druck geraten und zählt zu den schwächsten Währungen in Asien. Doch die Zentralbank kam zu Hilfe und stützte die Währung mit Marktkommentaren.

Indien hat derzeit mit einer hohen Inflationsrate zu kämpfen. So zogen die Verbraucherpreise zum Vorjahr im Mai um 9,3 Prozent an und damit deutlicher als von Analysten im Schnitt erwartet. Positiv sei aber, dass sich die Inflation den dritten Monat in Folge verlangsamt habe, hieß es. Anders als andere Notenbanken orientieren sich Indiens Währungshüter bei ihren geldpolitischen Entscheidungen vor allem an den Großhandels- und nicht den Verbraucherpreisen. Diese Statistik wird am Freitag veröffentlicht. Von Reuters befragte Analysten rechnen im Schnitt mit einem Anstieg um rund fünf Prozent, was der Zentralbank nach ihrer Einschätzung Spielraum für weitere Zinssenkungen geben würde. Schon drei Mal in diesem Jahr hat die Notenbank die Zinsen gesenkt.

Von

rtr

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