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11.06.2013

13:26 Uhr

Zloty unter Druck

Anleger setzen auf Zinssenkung

Für den polnischen Zloty geht es abwärts. Viele Investoren setzen darauf, dass die polnische Notenbank die Zinsen noch in diesem Jahr senken wird. Doch der Kursrückgang passt der Zentralbank überhaupt nicht.

Polnische Zloty-Banknoten. Die Notenbank möchte die Zinsen nicht senken. Reuters

Polnische Zloty-Banknoten. Die Notenbank möchte die Zinsen nicht senken.

FrankfurtDer polnische Zloty bleibt unter Druck. Für einen Euro mussten am Dienstagmorgen 4,2746 Zloty bezahlt werden nach 4,2647 Zloty am Vorabend. „Der Euro sollte die 4,30-Zloty-Marke nicht durchbrechen, denn das dürfte die Zentralbank auf den Plan rufen“, erklärte ein Händler. „Und jeder weiß, dass sie genau hinschaut.“

Viele Anleger setzten weiter darauf, dass die polnische Notenbank die Zinsen noch in diesem Jahr senkt, um der Wirtschaft auf die Beine zu helfen. Doch der Kursrückgang passt der Zentralbank nicht ins Konzept, da ein schwacher Zloty die Verschuldungsquote in die Höhe treibt. Daher hatte die Notenbank am Freitag schon interveniert.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Große Schwankungen des Wechselkurse könnten die Währungshüter nicht zulassen, erklärte Zentralbanker Andrzej Raczko am Dienstag dem Fernsehsender TVN CNBC in Warschau. Allerdings könne der Devisenmarkt nur beeinflusst werden, wenn die Kurse sehr volatil seien. Raczko ist im geldpolitischen Rat der polnischen Notenbank nicht stimmberechtigt.

Von

rtr

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