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17.01.2011

11:14 Uhr

Zu hohe Ölpreise

Opec wettert gegen Spekulanten

Die Ölpreise sind auf dem Weg in Richtung 100 Dollar. Fundamental ist das nach Meinung des Ölkartells Opec nicht gerechtfertigt. Eine Knappheit sieht die Organisation nicht, vielmehr seien Spekulanten für den starken Preisanstieg verantwortlich.

Opec-Generalsekretär al-Badri: "Markt sehr gut versorgt." Reuters

Opec-Generalsekretär al-Badri: "Markt sehr gut versorgt."

HB WIEN. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) macht Spekulanten für den jüngsten Ölpreisanstieg verantwortlich. Derzeit sei der Markt sehr gut versorgt, sagte Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri der österreichischen Zeitung "Wirtschaftsblatt" (Montagausgabe).

Mit Verweis auf den durchschnittlichen Ölpreis im Dezember sowie im vergangenen Jahr insgesamt sagte er: "Diese Preise basieren nicht auf den Fundamentaldaten." Die Opec habe immer auf eine höhere Nachfrage reagiert, etwa 2004 und 2005, als sie mehr Öl zur Verfügung gestellt habe, sagte der Generalsekretär.

Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März verbilligte sich am Montag auf unter 98 Dollar. Ende vergangener Woche hatte der Preis an der 100-Dollar-Marke gekratzt. US-Leichtöl sank je Barrel um gut 60 Cent auf 90,93 Dollar.

Der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Dhaen al-Hamli, sieht ebenfalls keine Ölknappheit trotz des jüngsten Preisanstiegs des Rohstoffes. Auf die Frage, ob wegen der Preisentwicklung eine Sondersitzung der Opec einberufen werde, sagt er, er wisse davon nichts.

Anders äußerte sich indes der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Nobuo Tanaka. Bei einer Energiekonferenz in Abu Dhabi sagte er, der aktuelle Ölpreis sei "alarmierend". "Die internationalen Ölvorräte sind zwar noch hoch, gehen aber zurück", sagte Tanaka. Die Reservekapazität der Opec sinke zudem, und auch der Angebotspuffer auf dem Markt werde geringer.

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