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26.09.2012

17:18 Uhr

Zwei-Wochen-Tief

Euro fällt weiter

Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich weiter auf Talfahrt. Beobachter begründen das auch mit den starken Gewinnen seit Ende Juli.

Der Euro gibt weiter nach. dpa

Der Euro gibt weiter nach.

FrankfurtWieder aufgeflammte Sorgen wegen der Schuldenkrise haben den Euro am Dienstag auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen gedrückt. An den Anleihemärkten verschärfte sich die Lage zur Wochenmitte - der Zinsdruck auf die großen Problemfälle Spanien und Italien nimmt wieder zu. Im Nachmittagshandel sackte der Euro auf ein Tagestief bei 1,2828 US-Dollar. Am Vormittag hatte er über der Marke von 1,290 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2845 (Dienstag: 1,2932) Dollar fest.
Nachdem die Ankündigung der EZB, notfalls unbegrenzt Anleihen von Euro-Krisenländern zu kaufen, die Situation in den vergangenen Wochen deutlich entspannt hatte, ist die Schuldenkrise zurück im Fokus. paniens Wachstumsausblick verfinstert sich immer weiter, die Bevölkerung wehrt sich immer heftiger gegen die Sparpolitik und auch die Geldaufnahme wird für die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft wieder teurer. An den Anleihemärkten zogen die Renditen zuletzt kräftig an. Solange Madrid keinen neuen Hilfsantrag in Brüssel einreiche, dürfe die Unsicherheit zunehmen, sagten Händler.
Auch die Skepsis der Anleger gegenüber Italien, Irland und Portugal ist wieder gestiegen. Griechenland, das ohnehin keinerlei Vertrauen an den Märkten genießt, kämpft derweil weiter darum, die Pleite abzuwenden. Ein zweiter Schuldenschnitt wird nach Experteneinschätzung immer wahrscheinlicher. Belastet wurde die Marktstimmung darüber hinaus von einer Erklärung Deutschlands, Finnlands und der Niederlande. Die Länder hatten verlauten lassen, dass der Rettungsfonds ESM Banken nur dann direkt aufpäppeln dürfe, wenn es sich dabei um neue Problemfälle handele, die nach Einrichtung einer gemeinsamen Bankenaufsicht auftreten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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26.09.2012, 10:28 Uhr

Wie kann etwas das auf einem ungesicherten Billionen-Schuldenberg aufgebaut wird, stabil und werthaltig sein?

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