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01.02.2017

17:53 Uhr

Roland Straub

Deutscher wird Top-Berater von Draghi

VonJan Mallien

Der Ökonom Roland Straub wird neuer Top-Berater des Chefs der Europäischen Zentralbank. Der 42-Jährige gilt als international orientierter Ökonom und hat eine Vorliebe für einen speziellen Fußballklub.

Der EZB-Präsident wird künftig von Roland Straub beraten. AP

Mario Draghi

Der EZB-Präsident wird künftig von Roland Straub beraten.

FrankfurtRoland Straub wird neuer Chefberater von EZB-Präsident Mario Draghi. Der 42-jährige Deutsche tritt ab Februar die Nachfolge des Belgiers Frank Smets an, der die Leitung der Abteilung Volkswirtschaft übernimmt, teilte die Europäische Zentralbank am Mittwoch mit.

EZB-Kenner halten das für eine gute Entscheidung. „Roland Straub ist eine hervorragende Wahl“, sagt der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, der selbst lange für die EZB gearbeitet hat. Der 42-Jährige sei „ein kluger Kopf, der unideologisch, sachlich und kritisch denkt“.

Straub gilt als international orientierter Ökonom und nicht als klassischer Verfechter deutscher Ordnungspolitik. Er hat am European University Institute in Florenz promoviert, dessen Lehre stark angelsächsisch geprägt ist. Damit unterscheidet er sich etwa von den früheren deutschen EZB-Chefvolkswirten Otmar Issing und Jürgen Stark.

Bislang war Straub Berater des französischen EZB-Direktors Benoît Cœuré, der die unkonventionelle Geldpolitik der EZB federführend entwickelt hat.

In der Freizeit schlägt Straubs Herz für den Fußballklub Kickers Offenbach, in dessen Verwaltungsrat er sitzt und wo er sich auch um Jugendarbeit kümmert. Vielleicht kommt sein Ruf in der EZB, dass er in der Kommunikation etwas härter rangehen würde, ja daher. Dennoch: Bei Mitarbeitern ist Straub angesehen – und gilt als kompetent.

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