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31.07.2015

15:58 Uhr

Russische Notenbank

Senkung des Leitzinses soll Wirtschaft ankurbeln

Der Ölpreisverfall setzt Russland zu, die Wirtschaft des Landes schwächelt schon seit Monaten. Nun reagiert die Notenbank und senkt den Leitzins. Der Rubelkurs setzt seinen Abwärtstrend fort.

Russland steuert auf die schlimmste Rezession seit sechs Jahren zu. Grund ist der Rohöl-Preisverfall. dpa

Weltwirtschaft - Russland

Russland steuert auf die schlimmste Rezession seit sechs Jahren zu. Grund ist der Rohöl-Preisverfall.

MoskauAls Reaktion auf eine Abkühlung der seit Monaten schwächelnden russischen Wirtschaft senkt die Zentralbank den Leitzins zum 3. August um 0,5 Prozentpunkte auf 11 Prozent. Damit solle die von einem niedrigen Ölpreis weiter geschwächte Konjunktur wieder Aufwind bekommen, teilten die obersten Währungshüter am Freitag in Moskau mit.

„Ein Szenario mit einem langfristigen Ölpreis unterhalb von 60 Dollar je Barrel ist wahrscheinlicher als noch im Juni“, hieß es weiter. Zugleich nehme die Zentralbank ein höheres Inflationsrisiko in Kauf.

Der Rubelkurs sank daraufhin weiter - nach mehr als einer Woche rapidem Abwärtstrend. Zwischenzeitlich kostete ein Euro an der Moskauer Börse knapp über 67 Rubel, der Dollar stieg auf mehr als 61 Rubel. Die Landeswährung hatte zuletzt innerhalb von zwei Wochen rund sieben Prozent ihres Wertes zum Euro verloren. Marktexperten hatten die Entscheidung der Notenbank erwartet, aber mit einer Senkung des Leitzinses um 0,25 Punkte gerechnet.

Von

dpa

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