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27.01.2004

13:40 Uhr

Scharon-Effekt sorgt jedoch für Nervosität am Markt

Kurse an der Börse Tel Aviv legen kräftig zu

Nach Kursverlusten in der vergangenen Woche steuert die israelische Börse wieder den Rekordwerten aus dem Jahre 2000 zu. Seit Jahresbeginn hat der TA-100-Index um 4,5% zugelegt, er notierte gestern um die 560 Punkte.

hn TEL AVIV. Das Rekordhoch lag im März 2000 bei 586 Punkten. Auf den Korruptionsskandal, in den Premier Ariel involviert sein könnte, hatte die Börse in der vergangenen Woche allerdings mit erheblichen Abschlägen reagiert. Die Kursrückgänge seien nach einem fulminanten Start ins neue Jahr zusätzlich durch Gewinnmitnahmen verstärkt worden, heißt es in Händlerkreisen.

Gestern zogen die Kurse wieder an. Sollte der Korruptionsskandal zu einer Anklageschrift gegen Scharon führen, dürften sie nochmals stark zurückgehen, warnt allerdings die Finanzgesellschaft Gift Clal Finance. Dabei würde auch die Landeswährung nachgeben. Sollte die Affäre aber schnell erledigt werden und Finanzminister Benjamin Netanjahu die Nachfolge von Scharon antreten, könnten sich die Märkte rasch wieder fangen, so Gift Clal Finance.

Abgesehen von politischen Turbulenzen sei das wirtschaftliche Umfeld freundlich, meinen Börsianer. Für die nächsten Monate erwarten Analysten der Hapoalim-Bank auf Grund jüngster Makrodaten der israelischen Wirtschaft eine Konjunkturerholung und ein positives Umfeld für Investoren. Dass die Notenbank die Zinssätze weiter sukzessive zurücknehmen will, werde Aktienanlagen ebenfalls attraktiv machen. Optimistisch sieht Hapoalim auch den Jahresabschlüssen entgegen, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Für die wichtigsten Branchen erwartet Hapoalim Gewinnsteigerungen. Dabei wirken sich die im Vergleich zum Vorjahr tieferen Rückstellungen für Verluste positiv auf die Erfolgsrechnungen aus. Diese sind zudem durch eine starke Rücknahme der Zinsen entlastet worden. Seit Dezember 2002 ist der von der Notenbank festgelegte Zinssatz von 9,1 % auf unter 5 % gefallen.

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