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17.03.2016

16:06 Uhr

Schließfächer-Boom

Zinsen her – oder ich schließe!

Noch schlägt der Negativzins der EZB nicht auf Sparguthaben durch. Sollte sich das ändern, rechnet die WGZ Bank mit einem Run auf Schließfächer. Die Münchener Rück experimentiert schon einmal damit.

Mit dem negativen Einlagezins für Banken will die EZB die Kreditvergabe fördern und die Inflation ankurbeln – bisher mit mäßigem Erfolg. dpa

Negativzins

Mit dem negativen Einlagezins für Banken will die EZB die Kreditvergabe fördern und die Inflation ankurbeln – bisher mit mäßigem Erfolg.

DüsseldorfDie Zinspolitik der Europäischen Zentralbank könnte nach Einschätzung der genossenschaftlichen WGZ Bank eine Sonderkonjunktur für Schließfächer auslösen. Wenn die Negativ-Zinsen auch auf Sparer durchschlagen sollten, schließe er nicht aus, dass Kunden in größerem Stil Geld von ihren Konten abziehen könnten, sagte WGZ-Chef Hans-Bernd Wolberg am Donnerstag in Düsseldorf. „Schließfächer haben Konjunktur.“ Er könne sich gut vorstellen, dass ein Kunde mit einem Guthaben von 100.000 Euro dieses Geld „in den Safe steckt“, bevor er Negativ-Zinsen zahlen müsse.

„Fallweise“ müssten Anleger aus Industrie oder größerem Mittelstand bei der WGZ im Fall der Anlage großer Summe Zinsen zahlen, sagte der WGZ-Chef weiter. Verbraucher müssten damit aber erst einmal nicht rechnen: „Bei Sparern halten wir das so lange es geht zurück.“

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Erst am Vortag hatte der Rückversicherer Münchener Rück erklärt, er experimentiere bereits damit, wie er den Strafzinsen der EZB entkommen könne. Schon vor einiger Zeit habe das Unternehmen Gold in den Tresor gelegt, vor kurzem auch eine zweistellige Millionensumme in bar gebunkert. „Wir probieren das jetzt einfach mal aus. Daran sehen sie, wie ernst die Situation ist“, hatte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard gesagt.

Von

rtr

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