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13.02.2013

18:25 Uhr

Schöne Geldanlage

Mit Luxusuhren Rendite erzielen

VonOliver Stock

Auch Uhren taugen als Geldanlage. Um Rendite zu erzielen, braucht der Investor jedoch zwei Dinge: Ausdauer und Branchenkenntnis. Vorsicht gilt bei modernen Modellen bei denen sich die Mode schnell ändern kann.

Luxusuhren der Swatch-Tochter Glashütte taugen auch als Geldanlage. ap

Luxusuhren der Swatch-Tochter Glashütte taugen auch als Geldanlage.

DüsseldorfZwei Stufen führen hinunter ins Paradies. Es tickt an den Wänden und in Vitrinen. Die Steinmauern des Ladengeschäfts, das etwas abseits der Innsbrucker Fußgängerzone liegt, bilden einen groben Kontrast zu den filigranen Kunstwerken, die hier ausgestellt sind. Ganz hinten, dort, wo noch einmal zwei Stufen hinunter in die Werkstatt führen, sitzt Philipp Schmollgruber, die unvermeidliche Lupe vor dem Auge. Er ist Spross einer österreichischen Uhrmacherdynastie. Zwölf Kinder hatte der Großvater, sechs von ihnen wurden Uhrmacher.

„Mal Frère“, die „bösen Brüder“, wie sie sich nannten, haben unter diesem Namen einige Taschenuhren entworfen. Liebevoll zeigt Schmollgruber ein solches Einzelstück. Dann setzt er eine bekümmerte Mine auf: „In letzter Zeit“, sagt er, „geht es Sammlern nur noch um den Preis.“

Eine Branche feilscht. Rund 2,6 Milliarden Euro wurden in Deutschland im vergangenen Jahr für teure Uhren und Schmuck ausgegeben, wie die Unternehmensberater von Roland Berger ausgerechnet haben. Das sind 24 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Das kräftige Plus verteilt sich gleichmäßig auf die Hersteller, die im Jahresrhythmus die Preise anheben, und auf Käufer, die ihre Leidenschaft zu exklusiver Handarbeit entdeckt haben und nun versuchen, ihr Sammler-Gen zu nutzen, um handfeste Werte zu erwerben. Gefragt sind möglichst solche Werte, die nicht wie Aktien mal fallen und mal steigen, sondern solche, die einen Wertzuwachs versprechen, wenn der Sammler nur Geduld hat.

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Die Lage ist verzwickt: Seit Januar drosselt der Uhrengigant die Lieferung von Uhrwerken an Rivalen und stellt die Branche vor neue Herausforderungen. Verlierer sind die kleinen Hersteller, die nun in Schieflage geraten.

Doch Achtung - es gibt mehr Fallen als Sprungbretter zum Renditeerfolg beim Uhrensammeln. Ein Beispiel gefällig? Schmollgruber nimmt aus der Vitrine links neben dem Eingang eine goldene Taschenuhr mit Minutenrepetition. Das edle Stück hat ein eingebautes Läutwerk. Vor fünf Jahren war es gut und gerne seine 8 000 Euro wert. Inzwischen jedoch sind sowohl Taschenuhren wie die Farbe Gold in der Gunst der Käufer gesunken. Die Mode geht andere Wege mit der Folge, dass die Uhr bei dem Uhrmachermeister aus Innsbruck inzwischen für 5 000 Euro zu haben ist.

Kommentare (3)

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rse

07.06.2012, 13:20 Uhr

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Dave

08.06.2012, 08:34 Uhr

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wum

08.06.2012, 19:53 Uhr

der Artikel ist streckenweise peinlich.

Bitte schauen sie, was die Fachwelt davon haelt:

http://uhrforum.de/artikel-geldanlage-rendite-mit-luxusuhren-im-handelsblatt-t107435#post1383373

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