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26.06.2012

16:05 Uhr

Schuldenkrise

Anlagestratege setzt auf Euro der Starken

Eine Kern-Eurozone gepaart mit nationalen Währungen. So sieht ein bekannter Vermögensverwalter die mögliche Zukunft der EU. Außerdem fordert er, dass Politiker für ihr Handeln haftbar gemacht werden.

Ein Banner mit dem Euro spiegelt sich im Hauptgebäude der Europäischen Kommission in Brüssel. Reuters

Ein Banner mit dem Euro spiegelt sich im Hauptgebäude der Europäischen Kommission in Brüssel.

FrankfurtDie Euro-Zone in ihrer jetzigen Form ist nach Einschätzung von Philipp Vorndran, Anlagestratege des Vermögensverwalters Flossbach von Storch, langfristig nicht mehr finanzierbar. Er setzt deshalb auf einen neuen Kern-Euro für die starken Volkswirtschaften der Euro-Zone.

„Ein Kern-Euro aus den ökonomisch weitgehend homogenen und kulturell sehr ähnlichen Volkswirtschaften Mitteleuropas sowie nationale Währungen in vielen heutigen Euro-Zonen-Ländern am Mittelmeer - das ist für uns das wahrscheinlichste Szenario für die nächsten fünf Jahre“, sagte Vorndran in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Flossbach von Storch gehört mit sieben Milliarden Euro verwalteten Kundengeldern zu den großen unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland.

Dieser Kern-Euro könnte für die wiedereingeführten nationalen Währungen dann eine Funktion übernehmen, die vor der Währungsunion der ECU innehatte, führt Vorndran aus. Der ECU war seit 1979 eine Referenzgröße für die Währungen der Europäischen Gemeinschaft. Diese durften nur in einer vorgegebenen Bandbreite zum ECU schwanken. Wenn sich die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Länder zu weit auseinanderentwickelt hatte, waren Änderungen der Leitkurse vorgesehen. Dieses System war allerdings anfällig für Spekulationen.

Zur nachhaltigen Überwindung der europäischen Schuldenkrise muss die Politik nach Meinung von Vorndran neben einem Konzept für den Euro drei weitere Kernprobleme adressieren: eine neue Strategie zum Abbau der Schulden, eine ehrliche Bewertung von Risiken und höhere moralische Standards. Seien diese Hausaufgaben gemacht, hänge der Erfolg vom Willen der betroffenen Länder und Bürger ab.

Kommentare (2)

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gdopamin

26.06.2012, 16:54 Uhr

„Dieser Kern-Euro könnte für die wiedereingeführten nationalen Währungen dann eine Funktion übernehmen, die vor der Währungsunion der ECU innehatte, führt Vorndran aus.“

„Dabei wird darauf abgezielt, Zinsniveaus unterhalb der Inflationsrate zu etablieren. Für die betroffenen Bürger könnte das einen Kaufkraftverlust von 30 Prozent in den nächsten zehn Jahren bedeuten, sagt er. „Das ist hart aber kein Weltuntergang.“

Na ja inzwischen wird ja auch dem letzten Schlafschaf mit der großen Glocke angesagt, wo es langgeht.

Manchmal ist das Handelsblatt doch mutig und lesenswert. Im Gegensatz z.B. zum Spiegel, der immer noch für den alternativlosen Euro trommelt.

Respekt. Man will ja nicht nur meckern.

PRAWDA

26.06.2012, 17:30 Uhr

In der Tat müssen die verantwortlichen, größenwahnsinnigen, unbelehrbaren und ökonomisch unbeleckten deutschen Politiker wegen HOCHVERRATS angeklagt werden. Allen voran Schäuble, Genscher, Fischer, Kohl, auch Schmidt, Trittin, Gabriel, Steinmeier, Merkel und wie sie alle heißen. Diese Politiker sind dabei, die Lebensgrundlagen des deutschen Volks zu zerstören und sind so anmaßend genau vom Gegenteil auszugehen, weil sie ideologievergiftet die Realität nicht mehr wahrnehmen.

HOCHVERRAT wird übrigens in vielen Ländern mit dem Tod bestraft! Und ich möchte wissen, welche Strafe für die Politiker angemessen ist, die für ein "politisches Projekt" die deutschen Staatsfinanzen ruinieren bis zum deutschen Staatsbankrott. Es ist das Geld der Bürger, welches hier verzockt wird. Veruntreuung ist noch der am leichtesten wiegende Vorwurf. Dazu diese Menschenverdummungsmachinerie, das Täuschen, Lügen und Tricksen - das ist einer Bananenrepublik angemessen.
Das Unterdrucksetzen der Parlamentarier nach dem Motto "ich kann deine Fresse nicht mehr sehen" und "wenn Du nicht abstimmt, wie wir es wollen, dann ist Deine politische Karriere beendet!"
Diese Schmierenkomödie die hier aufgeführt wird, erinnert an die dunkelsten Zeiten in Deutschland. Heute noch verbrämt unter einem Fake-Mäntelchen angeblicher Demokratie! Es ist längst eine Demokratur - das Volk wird nur noch als Bremsklotz für dieses "politische Projekt" empfunden. Und besonders Schäuble ärgert sich wohl, daß er sich nicht ein anderes Volk wählen kann.
Die verantwortlichen Politiker werden sich noch wundern! Die Demokratie wird wiederhergestellt werden!

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