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29.10.2015

19:18 Uhr

Schwache Inflation

Japanische Notenbank könnte Geldschwemme ausweiten

Geringe Inflation und kaum Lohnanstiege: Angesichts stagnierender Konjunkturdaten aus Japan rechnen Experten damit, dass die Notenbank ihr Anleihekaufprogramm ausweitet. Doch die Entscheidung könnte knapp ausfallen.

Seit Jahren hält die japanische Notenbank den Leitzins nahe Null. Die Inflation bleibt dennoch gering. Reuters

Nullzinspolitik

Seit Jahren hält die japanische Notenbank den Leitzins nahe Null. Die Inflation bleibt dennoch gering.

TokioDie japanische Notenbank könnte am Freitag (30.10.) mit weiteren geldpolitischen Lockerungen aufwarten. Jüngste Konjunkturdaten haben laut Experten eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms wahrscheinlicher gemacht. Die Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal, die Inflation liegt weiter an der Nulllinie und die Lohnanstiege bleiben gering. Einen Lichtblick gab es dagegen bei der Industrieproduktion. Sie war überraschend gestiegen.

Kurz vor der Bekanntgabe der Entscheidung der Notenbank am Freitag werden die jüngsten Daten zur Teuerung in Japan vorliegen. Experten erwarten, dass die Inflation schwach bleibt. „Es bietet sich daher für die Bank of Japan an, im geldpolitischen Bericht die Wachstums- und Inflationsprognosen zu senken und damit gleich die Ausweitung ihres Anleihekaufprogramms zu begründen“, schreibt Antje Praefcke, Analystin bei der Commerzbank. Es sei allerdings mit einer knappen Entscheidung zu rechnen.

„Weitere Lockerungen sind eine Frage des Wann, nicht des Ob“, sagt Kazuhiko Ogata, Volkswirt bei der französischen Bank Credit Agricole. Die Unsicherheiten für die japanische Wirtschaft seien nach wie vor groß und die Inflation bleibe schwach. Derzeit kauft die japanische Notenbank jährlich Wertpapiere im Volumen von 80 Billionen Yen (587 Milliarden Euro). Der Leitzins befindet sich seit Jahren an der Nulllinie.

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Von

dpa

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