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07.01.2005

12:32 Uhr

Schwache Performance

Nur ein Fonds besser als der Vergleichsindex

Während der Standardwerteindex Dax 30 im vergangenen Jahr weitgehend in einer Bandbreite von 3 700 bis 4 100 Punkten schwankte, erklomm das Nebenwertebarometer MDax im Jahresverlauf kontinuierlich neue Höchststände. Kein Wunder also, dass unter den Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt bei deutschen Titeln jene Produkte die Nase vorn haben, die einen Gutteil ihrer Gelder in die Aktien von mittel kapitalisierten Unternehmen investiert haben.

HB DÜSSELDORF. Dazu zählt etwa der bei Cominvest, der Fondsgesellschaft der Commerzbank, aufgelegte ADIG Fondak, der mit einem Plus von 13,97 % in den zwölf Monaten bis Ende November die Rangliste der zehn größten Portfolios in dieser Kategorie anführt. Gleichzeitig hat Deutschlands ältester Aktienfonds damit als einziges unter den Megaprodukten besser als der MSCI Deutschland abgeschnitten.

Etwas weniger gut sind Produkte wie der SEB Invest Aktienfonds gelaufen, der ausschließlich in die deutschen Standardwerte aus dem Dax 30 investiert. Mit einer Jahreswertentwicklung von plus 9,85 % rangiert der bei SEB Invest GmbH, der deutschen Kapitalanlagegesellschaft des schwedischen Finanzkonzerns SEB, aufgelegte Fonds an vierter Stelle unter den zehn volumenstärksten deutschen Aktienfonds. Im Feld aller 102 ausgewerteten Produkte in dieser Kategorie reicht dieser Wertzuwachs für Rang 42.

Platzierung im Ranking sorgt für Unmut

Die Zusammensetzung des Portfolios des SEB Invest Aktienfonds ist das Ergebnis einer Kombination von Top-down- und Bottom-up-Ansatz. Dabei legt das Managementteam zunächst die seiner Ansicht nach lukrativsten Sektoren fest und investiert anschließend in jene Einzelwerte, die innerhalb der ausgewählten Branchen die besten Fundamentaldaten aufweisen. "Als Kriterien dienen dabei beispielweise das Kurs-Gewinn-Verhältnis, die Rendite des eingesetzten Kapitals sowie das Umsatzwachstum", sagt Mark Wähner, Co-Manager, des SEB-Invest-Produkts. Zusatzerträge will das SEB-Managementteam beispielsweise durch das Eingehen von Short-puts oder -calls erzielen.

Dem gegenüber legt Wilhelm Heinrichs bei der Zusammensetzung seines Concentra nach dem Bottom-up-Ansatz das Schwergewicht auf die Analyse von Einzelwerten. "Die Top-down-Betrachtung ist eine eher nachgelagerte Komponente, mit der ich das Portfolio einem Vernunft-Check unterziehe", sagt der Fondsmanager. Mit einer Jahreswertentwicklung von plus 7,70 % rangiert der beim Dit, der Publikumsfondsgesellschaft des Allianz-Konzerns, aufgelegte Concentra an achter Stelle unter den Megafonds. Im Gesamtklassement aller Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt in Deutschland belegt er damit Rang 77.

Eine Platzierung, mit der Heinrichs alles andere als zufrieden ist: "Die klaren Trends haben im vergangenen Jahr gefehlt. Und angesichts des großen Volumens des Concentra ist es uns relativ schwer gefallen, auf die sehr kurzfristigen und in einer engen Spanne verlaufenden Auf- und Abwärtsbewegungen zu reagieren." Erschwerend sei hinzugekommen, dass es 2004 "nicht wenige" Tage gegeben habe, an denen die Liquidität gering gewesen sei.

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