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12.08.2011

00:00 Uhr

Schwellenländer-Bonds

Euro-Schuldenkrise beflügelt Emerging Markets

VonAndrea Cünnen

Trotz des Einbruchs der Aktienmärkte haben sich die Anleihen der Schwellenländer weitgehend schadlos gehalten. Für die Anleger bedeutet dies in unsicheren Zeiten eine vergleichsweise sichere Rendite.

Die Anleihen von Emerging Markets locken die Anleger mit stabilen Renditen. Quelle: dapd

Die Anleihen von Emerging Markets locken die Anleger mit stabilen Renditen.

FrankfurtMexiko macht es vor: Am Donnerstag, als der Dow-Jones-Index erneut um 4,6 Prozent abstürzte, stockte das Land erfolgreich eine Dollar-Anleihe auf. Und keine gewöhnliche, sondern eine mit einer Laufzeit von 100 Jahren. Den Investoren musste das Land dafür nur eine Rendite von knapp sechs Prozent bieten. Das ist weniger, als Anleger noch Anfang August - also vor den Stützungskäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) - für zehnjährige Anleihen aus Italien und Spanien verlangten.

Schwellenländer-Anleihen werden beliebter.

Das Mexiko-Beispiel zeigt, wie sehr Anleihen der Schwellenländer in der Gunst der Investoren gestiegen sind. „Die Schuldenkrise in den USA und in Westeuropa bringt die Schwellenmärkte in eine sehr starke Position“, betont Mark Mobius, Leiter des Emerging-Market-Teams bei der Fondsgesellschaft Franklin Templeton. Ihn wundert das nicht: Immerhin sei die Verschuldungsquote vieler Schwellenländer niedriger und die Devisenreserven größer als in vielen Industrienationen.

Selbst der Einbruch der Aktienmärkte seit Ende Juli hat die Kurse der meisten Schwellenländer-Anleihen nur ganz moderat mit nach unten gezogen. „Die Anleihen der Schwellenländer sind nicht immun gegen Stress an den anderen Finanzmärkten, zählen aber zu den sicheren Anlageklassen“, meint dazu Joyce Chang, die bei JP Morgan die Analyse für Schwellenländer-Anleihen verantwortet.

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