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08.10.2011

14:03 Uhr

Serie Versorgungslücke

Mit den Märkten von morgen zur sicheren Rente?

VonOzan Demircan

Sie gelten als Wachstumslokomotiven der Zukunft: Schwellenländer wie Brasilien und Russland locken viele Investoren. Besonders bei langfristigen Anlagen sollten sie die Hoffnungsträger berücksichtigen.

Brikett-Fabrik in China: Die Nachfrage in den Schwellenländern steigt. dpa

Brikett-Fabrik in China: Die Nachfrage in den Schwellenländern steigt.

FrankfurtDie Zeiten sind vorbei, in denen Schwellen- und Entwicklungsländer ausschließlich als billige Produktionsstätten für reiche Länder taugten. „Das Gravitationszentrum für Wirtschaftswachstum verschiebt sich“, sagte vor kurzem Zhou Xiaochuan, Vizechef des Internationalen Währungsfonds. Emerging Markets wachsen seit Jahren schneller als die Industrieländer. Sie sind mittlerweile für 70 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums verantwortlich. Außerdem sorgen sie für drei Viertel der Zunahme der Verbrauchernachfrage.

Gleichzeitig ist die Haushaltslage viel besser als in den Industrienationen. „Die Staatsverschuldung der Schwellenländer ist viel geringer als beispielsweise in der Euro-Zone“, sagt Janis Hübner, Chefökonom der Dekabank. Dazu kommen die demografischen Daten: Während das Durchschnittsalter in den Industrieländern ansteigt, ist in den Schwellenländern der Anteil der jungen und arbeitsfähigen Bevölkerung viel höher. In China und Indien leben mit gut 2,5 Milliarden Einwohnern schon jetzt mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung.

Pro und Contra: Anlagen in Schwellenländern - unerlässlich oder unkalkulierbar?

Pro und Contra

Anlagen in Schwellenländern - unerlässlich oder unkalkulierbar?

Die Schwellenländer sind Wachstumstreiber und deshalb attraktiv für Anleger, sagt Fondsmanager Tilmann Galler. Geschäftsführer Frank Ringelstein rät zur Vorsicht: Entscheidend sei nicht das Land, sondern das Unternehmen.

Nach Christian Wrede, Deutschland-Chef des Fondsanbieters Fidelity, werden sich die makroökonomischen Vorteile bald auch an den Börsen widerspiegeln: „In den Welt- Indizes sind Schwellenländer noch unterrepräsentiert, obwohl sie demografisch und wirtschaftlich die Industriestaaten längst überflügeln.“ Anleger sollten ihr Portfolio daher auf jeden Fall mit Schwellenländer-Aktien aufstocken. Wrede: „Wir leben in einer Welt der zwei Geschwindigkeiten, in der vor allem Asien stärker wächst als Europa und die USA. Deutsche Dax-Unternehmen werden zwar auch profitieren, aber bei weitem nicht so stark.“ Der Fidelity-Mann hält wie viele seiner Kollegen einen Anteil von 30 Prozent Schwellenländer-Aktien im Portfolio für sinnvoll.

Papiere aus den Emerging Markets haben sich nach dem Krisenzeitraum 2008 und 2009 erheblich schneller erholt als ihre Pendants in den industrialisierten Ländern. Die Verschiebung des Wachstums spiegelt sich auch in den Entwicklungen der Aktienindizes wider. So hatte beispielsweise der MSCI Emerging Markets Index durchweg eine bessere Wertentwicklung als der MSCI World. Mit dem Wachstum in den Schwellenländern entsteht eine kaufkräftige Mittelschicht: In den sogenannten BRIC-Staaten, ein Kürzel für das Quartett Brasilien, Russland, Indien und China, soll das reale Wachstum der Verbrauchernachfrage bis 2020 um 200 Prozent zunehmen. Zum Vergleich: In den USA und den EU-Staaten wird im selben Zeitraum ein Nachfragewachstum von lediglich rund 25 Prozent prognostiziert, so das Ergebnis einer Studie von Goldman Sachs Asset Management.

Kommentare (2)

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Riedl

09.10.2011, 10:33 Uhr

Hallo Zusammen,

ich habe selten so einen wirren zusammengefummelten Schwachsinn gelesen wie diesen. Auf dieser Recherchebasis
den Aufbau der Altersversorgung mit 40 Jahreswirkung zu empfehlen halte ich schon für fast kriminell aber auf jeden Fall unverantwortlich.

Schönen Tag noch

Rudolf Riedl

kherrmann

09.10.2011, 21:34 Uhr

Liebe Leser,

lassen Sie bitte mehr Vorsicht walten als der Autor. Informieren Sie sich bitte zuerst was denn überhaupt als Versorgungslücke definiert wird und mit welchen Produkttypen mittels l e b e n s l a n g e r Rente diese Lücke gedeckt werden kann. Jedenfalls sicher nicht so wie im vorstehenden Artikel beschrieben. Schade, dass nicht einmal das Handelsblatt differenziert. Wie sollen es dann erst die Verbraucher schaffen.

Schönen Abend und gute Nacht

Karl-Heinz Herrmann, Sachbuchautor
"Riester-, Eichel- oder Rüruprente", BoD-Verlag

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