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14.01.2016

16:32 Uhr

Sorgen um Inflation

Bank of England hält an Zinssatz fest

Die Bank of England belässt den historisch niedrigen Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld bei 0,5 Prozent. Die niedrige Inflation lässt die Währungshüter trotz der US-Zinsanhebung noch zögern.

Die britische Notenbank belässt die Zinsen auf niedrigem Niveau. Sie fürchtet Mini-Inflation und ein absinkendes Wirtschaftswachstum. dpa

Bank of England

Die britische Notenbank belässt die Zinsen auf niedrigem Niveau. Sie fürchtet Mini-Inflation und ein absinkendes Wirtschaftswachstum.

LondonNach der Zinswende in den USA hält die britische Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Die Bank of England (BoE) entschied am Donnerstag, den historisch niedrigen Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld bei 0,5 Prozent zu belassen. Auch das Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund bleibt. Wie aus den Sitzungsprotokollen hervorgeht, sprach sich nur einer der neun Währungshüter dafür aus, dem Beispiel der US-Notenbank zu folgen und die Zinsen zu erhöhen. Obwohl die Wirtschaft in Großbritannien ähnlich wie in den USA rund läuft, erwarten viele Experten mittlerweile eine Zinserhöhung in London erst für das dritte Quartal.

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Die Londoner Währungshüter zögern die Zinserhöhung auch wegen der unerwünscht niedrigen Inflation auf der Insel noch hinaus. Sie erwarten, dass der anhaltende Preisverfall beim Öl in den kommenden Monaten die Teuerung am Boden halten wird. Die Notenbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, die für die Konjunktur als optimal gilt. Davon ist sie jedoch meilenweit entfernt. Zuletzt stiegen die Preise nur minimal.

Die BoE erwartet zudem, dass das Wachstum etwas geringer ausfallen wird, als bislang veranschlagt. Im November hatten die Währungshüter für 2016 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,5 Prozent prognostiziert.

Von

rtr

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