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04.09.2012

10:41 Uhr

Soros, Paulson, Buffett

Börsengurus stellen sich auf Krise ein

VonJörg Hackhausen

Paulson hortet Gold, Buffett verkauft seine Lieblingsaktien, Soros verscherbelt Bankaktien. Was hinter den jüngsten Käufen und Verkäufen der bekanntesten Spekulanten steckt - und welche Strategie sie für die Krise haben.

George Soros, Chef und Gründer von Soros Fund Management, hat Anteile an einem Goldfonds gekauft Reuters

George Soros, Chef und Gründer von Soros Fund Management, hat Anteile an einem Goldfonds gekauft

DüsseldorfMilliardenschwere Investoren bereiten sich auf schwierigere Zeiten an der Börse vor. Besonders beliebt ist Gold. Bei Aktien fallen vor allem Verkäufe auf. Das zeigt ein Blick in Daten der US-Börsenaufsicht SEC, bei der Investoren ihre Käufe und Verkäufe vierteljährlich melden müssen. Einige Wochen nach Ende des Quartals werden diese veröffentlicht. Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem zweiten Quartal 2012.

Danach haben sowohl George Soros als auch John Paulson ihre Beteiligung am SPDR Gold Trust, dem weltgroßen Goldfonds, deutlich aufgestockt. Wie aus dem Bericht der SEC hervor geht, erhöhte Paulson & Co. seine Bestände um 26 Prozent auf. Der Goldfonds ist die größte Position in seinem Portfolio. Wert: 3,4 Milliarden Dollar. Paulson gilt schon lange als Anhänger von Gold. In den vorhergegangenen Monaten hatte er allerdings größere Positionen verkauft, um Anleger auszahlen zu können. Dass Paulson nun wieder Gold kauft, werteten Börsianer als gutes Zeichen. „Die Tatsache, dass der Mann, der das meiste Geld mit seinem Gold-Fonds macht, seine Anteile erhöht, sollte Gold-Optimisten Selbstvertrauen geben“, sagte Mihir Dange, Goldhändler bei Arbitrage LLC, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Diese Aktien hat Soros im Depot

Wal Mart

Anzahl der Aktien: 4,83 Millionen

Anteil am gesamten Unternehmen: 0,1 Prozent

Anteil in Soros Portfolio: 4,9 Prozent

Adecoagro

Anzahl der Aktien: 25,39 Millionen

Anteil am gesamten Unternehmen: 21,1 Prozent

Anteil in Soros Portfolio: 3,4 Prozent

General Electric

Anzahl der Aktien: 8,58 Millionen

Anteil am gesamten Unternehmen: 0,1 Prozent

Anteil in Soros Portfolio: 2,6 Prozent

Westport Innovations

Anzahl der Aktien: 4,13 Millionen

Anteil am gesamten Unternehmen: 7,5 Prozent

Anteil in Soros Portfolio: 2,2 Prozent

NetApp

Anzahl der Aktien: 4,48 Millionen

Anteil am gesamten Unternehmen: 1,2 Prozent

Anteil in Soros Portfolio: 2,1 Prozent

SPDR Gold Trust

Anzahl der Anteile: 884.400

Anteil am gesamten Fonds: 0,2 Prozent

Anteil in Soros Portfolio: 2 Prozent

Charter Communications

Anzahl der Aktien: 1,88 Millionen

Anteil am gesamten Unternehmen: 1,9 Prozent

Anteil in Soros Portfolio: 1,9 Prozent

Dagegen sieht der Anteil von Soros Fund Management am SPDR Gold Trust vergleichsweise bescheiden aus. Soros hält Anteile im Wert von 137 Millionen Dollar. Entscheidend ist hier die Veränderung zum Vorquartal: Soros erhöhte seine Position um 176 Prozent.

Damit nutzten die Investoren einerseits den günstigeren Goldpreis. Der Preis für eine Feinunze war zwischen Anfang April und Ende Juni so stark gefallen wie seit 2008 nicht mehr. Gleichzeitig lassen die Goldkäufe darauf schließen, dass sich die Investment-Profis auf steigende Inflationsraten einstellen.

Um die Konjunktur zu stützen, hat die US-Notenbank billiges Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt. Sie hat die Leitzinsen auf ein Rekordtief gesenkt und zwei Anleihekaufprogramme im Volumen von 2,3 Billionen Dollar auf den Weg gebracht. Doch mit jedem Dollar, den die Fed druckt, entwertet sie die Dollars, die sich in Umlauf befinden. Die Folge dieser Geldpolitik: Inflation. Umgekehrt gewinnt die Krisenwährung Gold an Wert. Anders als Papiergeld ist Gold nicht beliebig vermehrbar. „Es geht um die Lockerung der Geldpolitik, und zwar insbesondere der Fed, und der Markt erwartet für diesen Fall Preissteigerungen“, sagt Vermögensverwalter Walter Hellwig von BB&T Wealth Management.

Bald könnte die Fed ein neues Anleihekaufprogramm - im Finanzjargon QE3 genannt - auflegen. Fed-Chef Ben Bernanke hat bereits signalisiert, dass er zu weiteren Geldspritzen bereit ist.

Kommentare (12)

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DerStaatSindNichtWir

04.09.2012, 11:36 Uhr

Deren Strategie ist mir vollkommen egal.
Meine Strategie ist 90% physisches Silber, 10% physisches Gold.
Anonym gekauft und weg vom Zugriff "unseres" Staates / VolksverTRETER

Account gelöscht!

04.09.2012, 12:04 Uhr

Habe Gold/Silber 50/50 der Knall kann von mir aus kommenund die dumme Masse bestrafen die nach Hitler und Co. nichts dazugelernt hat und es vorzieht sich beim Dosenbier und Dieter Bohlen Abend zu amüsieren. Es soll sie so hart treffen wie niemals zuvor....vielleicht wacht dann einer auf und... *zensiert*....ich will ja nicht gegen die Regierung hetzen.

FaboulusFab

04.09.2012, 12:22 Uhr

Katastrophenhausse aka Crack-up-Boom rocks da House…

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