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05.01.2004

08:25 Uhr

Spirituosenmarken schwächelten im zweiten Halbjahr

Analysten setzen bei Spirituosen auf Diageo

VonIngo Rrich (Handelsblatt)

Das Top-Trio der internationalen Spirituosen-Hersteller – Diageo, Pernod Ricard und Allied Domecq – erweist sich derzeit in der Gunst der Analysten eher als Ladenhüter.

DÜSSELDORF. Dabei ist vor allem der einstige Liebling, die französische Getränkegruppe Pernod Ricard, auf der Beliebtheitsskala nach unten gerutscht, nachdem die Analysten von Merrill Lynch die Aktie Ende des Jahres auf „Verkaufen“ stellten.

Seitdem der mit einem Jahresumsatz von 4,8 Mrd. Euro drittgrößte Schnapshersteller der Welt im Sommer 2003 in den Pariser Leitindex CAC 40 aufgenommen worden war, kannte der Börsenkurs der Aktie nur eine Richtung: aufwärts. Er kletterte zeitweise sogar über 90 Euro und lag damit satte fünf Euro über dem Allzeit-Hoch vom Mai 2003. Merrill Lynch warnte daher: Bei einem Kurs von 76 Euro pro Aktie sei der faire Wert der Aktie bereits erreicht gewesen. Marken wie Chivas Regal und Martell, die sich Anfang des Jahres noch als Wachstumstreiber erwiesen hatten, ging Ende des Jahres die Luft aus – und auch die historischen Hauptmarken aus dem Anis-Bereich schwächelten. Bettina Hörstke von der WestLB hat die Aktie zunächst auf „neutral“ gestellt, während die Papiere für Annie Bonal von der Credit Lyonnais bereits wieder ein sicherer „Kauf“ sind.

Bei Diageo – mit einem Jahresumsatz von rund 9 Mrd. Pfund unangefochtene Nummer eins im Welt-Spirituosenmarkt – sind die Analysten optimistischer: „Diageo wies im vergangenen Jahr eine überzeugenden Margensteigerung auf und dürfte nach der erfolgten Integration der akquirierten Aktivitäten und den Restrukturierungsmaßnahmen gut positioniert sein“, sagt Barbara Ambrus von der Landesbank Baden-Württemberg. Sie bescheinigt dem britischen Getränkekonzern (Marken: Guinness, Johnnie Walker, Bailey’s) „nachhaltiges Wachstum durch starke Marken und dominante Präsenz“.

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