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21.10.2016

14:14 Uhr

Staatsschulden

Bundesbank ermahnt die Eurozone

Jens Weidmann redet der Eurozone ins Gewissen: Ohne vernünftige Fiskal- keine stabile Geldpolitik. Der Bundesbank-Präsident legt Wert auf „Stabilität und Solidität.“ Auch Deutschland nimmt er in die Pflicht.

Der Bundesbank-Präsident fordert eine klare Einhaltung der Fiskalregeln. AP

Jens Weidmann

Der Bundesbank-Präsident fordert eine klare Einhaltung der Fiskalregeln.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat eine klare Einhaltung der Fiskalregeln in der Euro-Zone gefordert. Dies sei wesentlich, um Vertrauen in die Schuldentragfähigkeit zu schaffen, sagte er am Freitag in Frankfurt. Besondere Verantwortung hätten hier die großen Länder Deutschland, Frankreich und Italien.

„Für mich als Zentralbanker sind natürlich Stabilität und Solidität ein besonderes Anliegen.“ Eine vernünftige Fiskalpolitik sei eine wichtige Vorbedingung für eine stabilitätsorientierte Geldpolitik.

So geht's der Wirtschaft in der Euro-Zone

Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum in Europa hat sich zur Jahresmitte abgeschwächt. Im zweiten Quartal legte die Wirtschaftsleistung in den 19 Ländern der Währungsunion lediglich um 0,3 zu, nachdem sie in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 noch um 0,6 Prozent gestiegen war. In der gesamten Europäischen Union wuchs die Wirtschaft um 0,4 Prozent.

Analysten zufolge könnte das Brexit-Votum im Laufe des Jahres das Wirtschaftswachstum weiter dämpfen.

Verbraucherpreise

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juli minimal angestiegen. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den 19 Staaten der Währungsunion um 0,2 Prozent. Im Juni waren sie um 0,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im April und im Mai zurückgegangen waren. Vor allem die sinkenden Energiepreise dämpfen den Preisanstieg weiterhin. Sie gingen im Juli um 6,6 Prozent zurück.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit in Europa ist im Juni stabil geblieben. Sie blieb im Juni mit 10,1 Prozent in der Eurozone und 8,6 Prozent in der gesamten Europäischen Union auf dem Niveau des Vormonats, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnete demnach Griechenland nach letzten verfügbaren Angaben im April mit 23,3 Prozent. Dagegen lag die deutsche Erwerbslosigkeit nach den europäischen Berechnungen im Juni bei 4,2 Prozent.

Inflation

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juli minimal angestiegen. Wie die Statistikbehörde Eurostat nach einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den 19 Staaten der Währungsunion um 0,2 Prozent. Im Juni waren sie um 0,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im April und im Mai zurückgegangen waren. Vor allem die sinkenden Energiepreise dämpfen den Preisanstieg weiterhin. Sie gingen im Juli um 6,6 Prozent zurück.

Weidmann hatte im April in Rom die italienische Regierung für ihren Reformkurs gelobt. Zugleich hatte er sich aber für grundlegende Strukturreformen in einigen Euro-Ländern ausgesprochen, etwa in der Verwaltung und im Gerichtswesen.

Von

rtr

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