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04.05.2012

03:55 Uhr

Starinvestor

Angst um Warren Buffett vor Aktionärsversammlung

VonRolf Benders

„Woodstock für Kapitalisten“ nennt US-Starinvestor Warren Buffett selbst das jährliche Aktionärstreffen seiner Firma. Doch dieses Jahr fehlt die übliche Unbeschwertheit. Der Guru hat Krebs und die Aktie läuft nicht gut.

Nicht unbeschwert wie sonst: Warren Buffet. Reuters

Nicht unbeschwert wie sonst: Warren Buffet.

Omaha, NebraskaEs war ein Schock für die Jünger des wohl berühmtesten Börsengurus weltweit. Warren Buffett hat Krebs! Mitte April überraschte der 81jährige Milliardär seine Anhängerschaft mit der Offenlegung seines Gesundheitszustands. Konkret: Er hat Prostatakrebs, nach eigener Aussage im Frühstadium. „Es hat mich ganz schön mitgenommen“, sagte Nelly Skribnik. „Deshalb bin ich hergekommen, um ihn mir selbst anzusehen“, so die 77-jährige Aktionärin.

Im Grunde sei Prostatakrebs ja kontrollierbar, meint sie. Trotzdem wolle sie ihm selbst ein Bild davon machen, wie der Maestro so drauf ist. Wie andere Aktionäre auch erhofft sie sich zudem Aussagen darüber, wer denn der geheimnisumwitterte und bislang unbekannte Kandidat für die Nachfolge sein könnte.

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An diesem Freitagabend beginnt das alljährliche Spektakel am Firmensitz in Omaha mit einem Cocktailempfang. Ort des Geschehens ist eine Niederlassung des Juweliers Borsheim’s, der Buffetts Firma Berkshire Hathaway gehört. Der Ort ist nicht von ungefähr gewählt, denn Borsheim’s gewährt in diesem Tagen – wie diverse andere Firmen des Großmeisterns - allen Aktionären enorme Rabatte. Die Hauptversammlung ist für viele Anteilseigner eben auch ein ausgedehnter Shopping Trip.

Buffett, der die Krankheit herunterspielt und sich erst im Juli einer Behandlung unterziehen will, wird bei dem Cocktailempfang erwartet. Dann wird man erstmals in der Öffentlichkeit sehen, ob es stimmt, dass er – wie er selbst behauptet – weiter voller Energie steckt.

Die, die ihn oft sehen, behaupten jedenfalls, er wirke aktiv wie immer. „Sicher, man merkt, dass es ihm nahe geht“, sagt Buffetts Friseur Stan Docekal. Der ebenfalls 81-Jährige betreibt einen kleinen Friseurladen im Kellergeschoss der Zentrale von Berkshire Hathaway.

Er schneidet Buffett seit fast 20 Jahren alle paar Wochen die Haare, bevorzugt an ruhigen Samstagmorgen. „Äußerlich wirkt er gesund und munter“, so Docekal. Er sei überzeugt, dass Buffett genau wisse, was er tue. Wenn er glaube, dass es ihn beeinträchtigt, wird Buffett damit sicher an die Öffentlichkeit gehen.

Kommentare (5)

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Jack

04.05.2012, 09:22 Uhr

""Gorat’s ist jedes Jahr am Hauptversammlungswochenende eine Pilgerstätte der Buffett Fans. „Wir machen in den vier Tagen so viel Umsatz wie sonst an einem Wochenende“, sagt der Manager.""

Die Aussage ist doch eher negativ!
An 4 Tagen machen die so viel Umsatz wie sonst an 2 Tagen?

Irgendwas stimmt da nicht

Doc_x

04.05.2012, 09:42 Uhr

... von den Reichen kann man halt sparen lernen, das sagt ja schon ein altes Sprichwort ;-)

Tomm

04.05.2012, 10:05 Uhr

Es ist eine schmach, wie einer der reichsten Menschen auf diesem Planete gelebt hat. Ist es ein Wunder, daß er jetzt an Krebs erkrankt ist? Das Saufen, ich benutze bewußt dieses Wort, dieser braunen Brühe, die sich Coca Cola nennt, muß zwangsläufig zu Erkrankungen aller Art führen. Dazu kommt, daß er auch noch größte Aktien-Besitzer dieser Marke ist und davon überzeugt war und ist, zwangsläufig dieses Gesöff zu sich zu nehmen. Dazu kamen und kommen noch andere Ernährungsfehler hinzu. Und dann weiter keine Antworten dem Körper zu geben mit den darin lebenden Organen. Ich gönnen ihm noch weitere Jahre des Lebens, glaube aber, daß seine Zeit bald gekommen ist.

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