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16.02.2014

11:58 Uhr

Stromberg-Erfinder Husmann

„Ich selbst habe auch 1000 Euro investiert“

VonThomas Tuma, Kirsten Krumrey

Ralf Husmann ist der geistige Vater der Serie „Stromberg“. Vom Kinofilm war der Produzent und Autor so überzeugt, dass er sich selbst an der Crowd-Finanzierung beteiligte. Vier Fragen an den Macher hinter dem „Papa“.

Produzent Ralf Husmann (Bildmitte im Hintergrund) und die Stromberg-Crew: Der „Papa“ versucht sich im Kino. obs

Produzent Ralf Husmann (Bildmitte im Hintergrund) und die Stromberg-Crew: Der „Papa“ versucht sich im Kino.

Im Gespräch mit dem Handelsblatt äußerte sich auch Stromberg-Erfinder und Produzent Ralf Husmann zum Filmprojekt und der ungewöhnlichen Finanzierung. Husmann über..

... die Entscheidung für das Crowdfunding:

„So wie ein Film in Deutschland klassischerweise finanziert wird, wäre das nix für uns gewesen. Ich hatte schlicht keine Lust, dass mir irgendjemand sagt: Da muss aber auch noch Matthias Schweighöfer im Hintergrund eine Lampe halten. Also haben wir lieber versucht, alternative Geldgeber mit ins Boot zu holen, die einfach an unser Projekt glauben.“

... die Obergrenze der Anlage von 1000 Euro:

„Ich wollte nicht, dass Christoph Maria Herbst der Manfred Krug der Capitol wird. Kann ja auch schiefgehen, so ein Kinofilm. Und ich wollte mir wirklich ersparen, dass Menschen irgendwann fragen: Wo sind meine Ersparnisse geblieben? Dennoch hat das Gros der Leute die Maximalsumme von 1000 Euro beigesteuert.“

... Crowdfunding als Alternative zur klassischen Filmfinanzierung:

„Nein, das glaube ich nicht. Dazu ist Filmemachen dann doch zu teuer. Aber als Teil einer Finanzierung kann Crowdfunding eine gute Alternative sein. Die Idee einer Geldanlage muss einfach sein. Stromberg war da problemlos zu vermitteln. Viele wissen ja heute gar nicht mehr, wo sie ihr Geld anlegen sollen. Und es gibt sicher viele Anleger, die einen Bezug zu unserem Projekt hatten.“

... die eigene Strategie:

„Ich selbst habe auch 1000 Euro investiert. Vom Ensemble gab aber sonst kaum einer Geld, weil die alle nicht dran glaubten. Als wir die Million dann innerhalb weniger Tage zusammen hatten, ärgerten sich viele, war aber eben zu spät. Ich würde mich freuen, wenn unsere Anleger wenigstens einen kleinen Gewinn mitnehmen können. Schon damit die Crowdfunding-Idee nicht gleich wieder ihre ersten Anhänger und Vorkämpfer hier zu Lande verliert.“

Was Ralf Husmann über sein berühmtestes „Kind“ denkt, was deutsche Chefs mit Stromberg zu haben und wie der Umgang mit Vorgesetzten zum Riesengeschäft wird, lesen Sie hier im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

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