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18.11.2013

23:32 Uhr

Studie zur US-Geldpolitik

Langfristiger Ausblick auf Niedrigzins trieb Wirtschaft an

Schulterklopfen bei der Fed: Die langfristige Aussicht auf die künftige Geldpolitik soll die Wirtschaft angekurbelt haben. Das besagt eine Studie der US-Notenbank. Auch der New Yorker Fed-Chef Dudley ist optimistisch.

Optimistisch: Der New Yorker Fed-Chef William Dudley sieht die US-Wirtschaft auf positivem Kurs. Reuters

Optimistisch: Der New Yorker Fed-Chef William Dudley sieht die US-Wirtschaft auf positivem Kurs.

San FranciscoDie US-Notenbank hat einer eigenen Studie zufolge die Märkte vom langfristigen Charakter ihrer Niedrigzinspolitik überzeugt. Anleger, Händler und Ökonomen erwarteten keine Zinserhöhung vor Mitte 2015, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Notenbank von San Francisco.

Umfragen und die Interpretation von Renditen auf US-Staatsanleihen legten nahe, dass die meisten von einer langanhaltenden Niedrigzinsphase ausgingen. Die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass auf absehbare Zeit nicht an der Zinsschraube gedreht wird, gehört zur Fed-Strategie der ultralockeren Geldpolitik. So will sie Unternehmen zu Investitionen und Neueinstellungen ermutigten.

Der langfristige Ausblick auf die künftige Geldpolitik ("forward guidance") sei effektiv gewesen und habe die Wirtschaft angekurbelt, resümiert die Federal Reserve von San Francisco die Studie, in der Daten bis Ende Mai berücksichtigt wurden. Obwohl dies in der Untersuchung nicht ausdrücklich gesagt wird, legt die Marktentwicklung seit diesem Zeitpunkt nahe, dass Händler inzwischen von einem noch späteren Ausstieg aus der ultralaxen Geldpolitik ausgehen könnten.

Die Fed veröffentlicht die Prognosen einzelner Notenbank-Mitglieder, wann die Zinswende eingeleitet werden könnte. Die Mehrheit von ihnen geht von einem ersten Anstieg im Jahr 2015 aus. In ihren offiziellen Erklärungen schweigt die Fed aber dazu, so dass der genaue Termin 2015 noch ungewiss ist. Auch die Autoren der Fed-Studie aus San Francisco äußern sich nicht zu dieser Frage.

Auch der einflussreiche US-Notenbanker William Dudley äußerste sich optimistisch gegenüber den Aussichten der Wirtschaft. "Ich muss zugeben, dass ich hoffnungsfroher werde", sagte der Vertraute des scheidenden Fed-Chefs Ben Bernanke am Montag bei einem Auftritt am New Yorker Queens College laut Manuskript.

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Janet Yellen beglückt die Märkte: Die designierte Fed-Chefin wird die Gelddruckmaschinen voraussichtlich weiter auf Hochtouren laufen lassen. Die Wirtschaft habe ihr volles Potential noch nicht erreicht.

Er verwies auf die Erholung auf dem Arbeitsmarkt im Oktober und auf die Wirtschaft insgesamt, die im dritten Quartal stärker wuchs als erwartet. Im kommenden Jahr und 2015 werde das Wachstum zulegen.

Dudley sagte aber nicht, ob sich sein Ausblick auf die ultralockere Geldpolitik der Fed auswirken könnte. Die Zentralbank kauft jeden Monat Staatsanleihen und Hypothekenpapiere für 85 Milliarden Dollar, um die Finanzierungskosten für Unternehmen und Privatleute zu senken. So soll die Wirtschaft unterstützt werden. Dudleys Bemerkungen könnten ein Hinweis darauf sein, dass die Fed ihr Anleihenkaufprogramm früher als gedacht zurückfahren könnte. Er sagte auch, dass sein Ausblick in hohem Maße unsicher sei.

Dudley ist als Präsident der New Yorker Notenbank im Offenmarktausschuss der Fed immer stimmberechtigt und einer der bekanntesten Vertreter einer ultralockeren Geldpolitik. Zum nächsten Mal kommen die Währungshüter am 17. und 18. Dezember zusammen.

Von

rtr

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