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08.04.2014

12:01 Uhr

Technologieaktien

Vom „fallenden Messer” profitieren

Technologieaktien hatten es zuletzt schwer: Ganze 4,3 Prozent hat etwa der Nasdaq 100 in wenigen Tagen verloren, ein „fallendes Messer”. Doch gerade jetzt könnte ein Einstieg lohnen, meinen Analysten von Oppenheimer.

Der Nasdaq 100 der größten Technologiewerte ist am Montag weiter gefallen. Reuters

Der Nasdaq 100 der größten Technologiewerte ist am Montag weiter gefallen.

DüsseldorfAktien zu kaufen, die sich gerade inmitten eines Freifalls befinden, wird in der Finanzwelt oft damit verglichen, ein „fallendes Messer aufzufangen” – wegen der Risiken, die damit verbunden sind. Doch die technischen Analysten der Investmentgesellschaft Oppenheimer haben genau dazu am Montag geraten. Ihren Worten zufolge ist die US-Branche mit der schlechtesten Entwicklung in der vergangenen Woche eine attraktive Chance.

Der Nasdaq 100 der größten Technologiewerte fiel am Montag bis zum Börsenschluss um weitere 0,9 Prozent, womit sich das Minus über drei Handelstage auf rund 4,3 Prozent addiert. Investoren hatten Ende Februar und Anfang März begonnen, sich aus Momentum-Aktien, die im Aufwärtstrend begriffen sind, zurückzuziehen und ihr Geld lieber in günstigere Titel zu stecken.

Die Deutsche Bank erklärt das so: „Die Aktien-Beta-Positionierung hat sich Richtung neutral bewegt”. Wenn eine Aktie ein höheres Beta hat, bedeutet dies, dass sie risikoreicher ist als vergleichbare Werte. Aktien mit einem Beta über eins steigen in der Regel bei einer Rally schneller als die Leitindizes und fallen bei einem Abwärtstrend stärker.

Die Meilensteine des Dax

1. Juli 1988

Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

5. April 1991

In Frankfurt geht das „Interbank Informations System” - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.

19. Januar 1996

Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.

18. November 1996

Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.

10. März 1997

Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.

28. November 1997

Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für „Exchange Electronic Trading” - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.

7. März 2000

Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht.

12. März 2000

Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2003

Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

1. Juni 2007

Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.

13. Juli 2007

Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab.

21. Januar 2008

Der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate leitet die Talfahrt des Dax ein. Am 21. Januar fällt der Index um mehr als 500 Zähler oder sieben Prozent auf 6790 Punkte.

9. März 2009

Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: Mit 3588 Punkten erreicht der Dax zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es bergauf.

22. Mai 2013

Der Mai wurde für den Dax der Monat der Rekorde. Nachdem der Dax ein Rekordhoch nach dem anderen knackt, liegt das neue Allzeithoch bei 8.558 Punkten.

25. Oktober 2013

Der Dax schafft zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

7. November 2013

Neuer Rekord: Der Dax steigt zwischenzeitlich auf ein Allzeithoch von 9193 Punkten, gab bis zum Handelsende aber einen Teil der Gewinne wieder ab. Zum Börsenschluss reichte es für 9081 Punkten. Die Anleger feierten die überraschende Senkung des Leitzinses durch die EZB auf 0,25 Prozent.

25. November 2013

Der Dax beginnt die neue Handelswoche mit einer Rekordjagd. Schon in den ersten Minuten springt der Index über das alte Rekordhoch von 9254 Punkten und pendelt bereits vormittags an der Marke von 9300 Punkten.

2. Dezember 2013

Trotz eines ruhigen Präsenzhandels konnte der Dax an diesem Montag eine neue Bestmarke setzen: Er stieg am Vormittag bis auf 9424,83 Punkte.

30. Dezember 2013

Der Dax beendet seine Jahresendrally knapp über der Marke von 9500 Punkten.

4. Februar 2014

Der Dax startet stark ins neue Jahr und erreicht am 17. Januar mit 9789 Punkten abermals ein Rekordhoch. Börsianer hoffen, dass der Index nun über die 10000-Punkte-Markte springt und werden enttäuscht: Gegen Monatsende geht dem Dax die Puste. Am 31. Januar schließt er bei 9349 Punkten und läutet den Februar mit fallenden Kursen ein.

Das gilt nicht nur für Tech-Aktien, sondern auch für Biotechnologiewerte und für kleinere Titel. Der Russell 2000 Index für kleine US-Firmen sank am Montag um 1,5 Prozent. Er erreichte damit nahezu den tiefsten Stand in zwei Monaten.

Mit Blick auf die Technologieaktien rät Oppenheimer unter anderem deshalb zum „Auffangen des Messers”, weil sich Aktienkörbe, in denen alle Titel gleichgewichtet waren, zuletzt besser entwickelt haben als etwa ein nach Unternehmensgröße gewichtetes Portfolio.

Der Guggenheim S&P 500 Equal Weight Technology ETF lag zu Handelsbeginn am Montag mit Blick auf das laufende Jahr 2,8 Prozent im Plus. Zum Vergleich: Der S&P Technology Select Sector SPDR Fund, in dem Aktien nach Marktwert gewichtet werden, hatte sich kaum von der Stelle bewegt. Das signalisiert, dass sich der Sektor auf breiter Basis besser entwickeln könnte, heißt es in der Begründung von Oppenheimer.

Ein anderer Grund ist simpler: Technologieaktien tendieren den Angaben zufolge dazu, sich zwischen April und August besser als der S&P-500-Index zu entwickeln. Es sei eine Frage der Saison.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.04.2014, 12:23 Uhr

Ganz einfach nur noch peinlich, wie diese Probagandamaschinerie arbeitet und der Deutsche ist als Hampelmann der Weltelite ausgewaehlt und speilt seine Rolle, wie immer was ihm befohlen wird, perfekt!

Account gelöscht!

08.04.2014, 12:27 Uhr

#### meinen Analysten von Oppenheimer. ######
Wow, peinlich, wie billig diese Werbung aufgebaut ist.

Auch wenn es keine ewige Korrektur sein wird, aber der Markt bereinigt gerade eine überkaufte Lage. Noch sind wir am oberen Trendkanal.

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