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04.07.2013

14:26 Uhr

Trotz Chef-Wechsel

Bank von England bleibt geldpolitisch auf Kurs

Die Bank von England hat einen neuen Chef, doch der wird das geldpolitische Steuer wohl kaum in nächster Zeit herumreißen. Erst in ein paar Monaten trauen Experten dem Neuen zu, eigene Akzente zu setzen.

Mark Carney ist der neue Chef der Bank von England: Vorerst keine Änderungen der Geldpolitik. Reuters

Mark Carney ist der neue Chef der Bank von England: Vorerst keine Änderungen der Geldpolitik.

LondonDer neue britische Notenbankgouverneur Mark Carney verzichtet auf einen furiosen Start ins Amt. Bei der ersten Zinsentscheidung unter seiner Führung bestätigte die Bank von England am Donnerstag ihren Leitzins bei 0,5 Prozent. Auch die Staatsanleihenkäufe, mit denen die Zentralbank versucht hat, mehr Geld in die darbende Wirtschaft zu pumpen, werden vorerst nicht ausgeweitet. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass Carney zu Beginn seiner Amtszeit noch keinen eigenen Akzent setzen wird. Der Kanadier ist seit dem 1. Juli im Amt und folgt Mervyn King, der zehn Jahre an der Spitze der Zentralbank stand.

Allerdings ließ Carney im Anschluss an den Beschluss der Zentralbank einen Begleitkommentar veröffentlichen - ein recht ungewöhnlicher Schritt. Er warnte darin davor, dass der jüngste Anstieg der Anleiherenditen den Konjunkturausblick und die Einschätzung der Notenbank hinsichtlich der Teuerung negativ beeinflussen könne. „Der Anstieg der Marktzinsen ist nach Ansicht des Komitees angesichts der jüngsten Entwicklungen der heimischen Konjunktur nicht gerechtfertigt.“ Im August werde die Notenbankspitze zudem darüber beraten, wie sie den Investoren bessere Hinweise auf ihre künftigen Schritte geben kann. Analysten begrüßten dies.

Die weltweit besten Industriestandorte

Platz 1

Die USA behaupten sich im IQ-Index auf dem ersten Rang. Dort waren die Vereinigten Staaten bereits 1995 zu finden.

Platz 2

Im Vergleich von 45 Industrienationen belegt Schweden den zweiten Rang. Seit 1995 hat sich Schweden damit um zwei Plätze verbessert.

Platz 3

Dänemark macht zwei Plätze gut und springt auf Rang 3. Skandinavien macht derzeit wirtschaftlich eine gute Figur.

Platz 4

Auch Deutschlands Nachbar Schweiz schafft es auf einen der vorderen Plätze – 1995 stand die Alpenrepublik noch auf Rang 7.

Platz 5

Deutschland macht den größten Sprung bei den Top-Industrienationen. 1995 sah das IW-Institut die Bundesrepublik noch auf Platz 14.

Platz 6

Knapp hinter Deutschland folgt Australien auf Platz 6 – sogar mit dem gleichen Indexwert aus den 58 einzelnen Kategorien.

Platz 7

Platz 7 geht an die Niederlande – damit verschlechtert sich unser Nachbar deutlich. Die Holländer lagen 1995 noch an zweiter Stelle des IW-Rankings.

Platz 8

Auch Kanada muss einen Rückschlag hinnehmen. Der nordische Nachbar der USA stürzt um satte fünf Plätze ab.

In der Londoner City drehte der richtungsweisende Gilt-Future nach Bekanntgabe des Zinsentscheids der BoE ins Plus und stieg um 43 Ticks auf 112,78 Zähler. Das britische Pfund fiel dagegen zum US-Dollar auf ein Tagestief von 1,5107 Dollar. Der Euro stieg bis auf 86,15 Pence und damit auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten. Der Leitindex der Londoner Börse baute seine Gewinne aus und lag zuletzt 1,8 Prozent höher bei 6346 Zählern.

Für die kommenden Monate rechnen nicht wenige Fachleute damit, dass Carney die Notenpressen erneut schneller rotieren lassen und noch mehr Anleihen aufkaufen könnte. Unter Carneys Vorgänger King hat die Bank von England bislang insgesamt für 375 Milliarden Pfund Bonds gekauft. Ob sich der neue starke Mann in London auch tatsächlich dafür entscheidet, noch mehr Geld in die Hand zu nehmen, dürfte von den Konjunktur-Daten abhängen. Diese sprachen zuletzt eher gegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik: So wuchs beispielsweise die britische Industrie im Juni so stark wie seit mehr als zwei Jahren nicht.

Von

rtr

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