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08.04.2014

11:19 Uhr

Trotz drohender Wachstumsdelle

Japans Notenbank verzichtet auf neue Geldspritzen

Nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer will Japans Notenbank keine neuen Geldspritzen. BoJ-Chef Kuroda sehe nämlich keinen Grund für eine weitere Lockerung der Geldpolitik, denn die Wirtschaft werde sich bald erholen.

Bank von Japan-Chef Haruhiko Kuroda glaubt an die baldige Erholung von Japans Wirtschaft. Aus diesem Grund sieht er keinen Grund für die weitere Lockerung der Geldpolitik. dpa

Bank von Japan-Chef Haruhiko Kuroda glaubt an die baldige Erholung von Japans Wirtschaft. Aus diesem Grund sieht er keinen Grund für die weitere Lockerung der Geldpolitik.

TokioTrotz einer drohenden Wachstumsdelle verzichtet die Zentralbank Japans auf zusätzliche Geldspritzen. Die Bank von Japan (BoJ) beschloss am Dienstag, den Kauf von Wertpapieren in Höhe von jährlich umgerechnet 424 bis 495 Milliarden Euro beizubehalten. Die Entscheidung fiel nur wenige Tage nach einer Mehrwertsteuererhöhung, die die Wirtschaft nach Ansicht von BoJ-Chef Haruhiko Kuroda nur kurzfristig dämpfen wird: „Ich sehe keinen Grund, die Geldpolitik jetzt weiter zu lockern“, betonte Kuroda.

Die deflationäre Spirale aus fallenden Preisen und sinkenden Investitionen, die Japans Wirtschaft lange lähmte, wird nach Kurodas Einschätzung bald der Vergangenheit angehören. Binnen Jahresfrist soll die Inflationsrate auf zwei Prozent steigen – unter anderem als Folge der lockeren Geldpolitik. Die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe erhöhte die Mehrwertsteuer zu Beginn dieses Monats auf acht von fünf Prozent, um die ausufernde Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Dadurch dürfte die Konsumfreude der Japaner einen deutlichen Dämpfer erhalten. Experten rechnen sogar damit, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal leicht schrumpfen wird. Dies wird aus Sicht der BoJ dem Aufschwung aber nichts anhaben können.

Weltweite Währungsreserven

2004

Gesamt: 2,655 Billionen

US Dollar: 1,739 Billionen (65,45 %)
Britisches Pfund: 0,093 Billionen (3,50 %)
Yen: 0,114 Billionen (4,29 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,15 %)
Euro: 0,655 Billionen (24,67 %)

2005

Gesamt: 2,844 Billionen

US Dollar: 1,891 Billionen (66,49 %)
Britisches Pfund: 0,107 Billionen (3,76 %)
Yen: 0,113 Billionen (3,97 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,14 %)
Euro: 0,679 Billionen (23,87 %)

2006

Gesamt: 3,315 Billionen

US Dollar: 2,158 Billionen (65,10 %)
Britisches Pfund: 0,15 Billionen (4,52 %)
Yen: 0,115 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,18 %)
Euro: 0,827 Billionen (24,95 %)

2007

Gesamt: 4,119 Billionen

US Dollar: 2,631 Billionen (63,87 %)
Britisches Pfund: 0,199 Billionen (4,83 %)
Yen: 0,131 Billionen (3,18 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,076 Billionen (26,12 %)

2008

Gesamt: 4,21 Billionen

US Dollar: 2,685 Billionen (63,78 %)
Britisches Pfund: 0,178 Billionen (4,23 %)
Yen: 0,146 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,14 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,104 Billionen (26,22 %)

2009

Gesamt: 4,59 Billionen

US Dollar: 2,848 Billionen (62,05 %)
Britisches Pfund: 0,195 Billionen (4,25 %)
Yen: 0,133 Billionen (2,90 %)
Schweizer Franken: 0,005 Billionen (0,11 %)
Euro: 1,27 Billionen (27,67 %)

2010

Gesamt: 5,163 Billionen

US Dollar: 3,193 Billionen (61,84 %)
Britisches Pfund: 0,203 Billionen (3,93 %)
Yen: 0,189 Billionen (3,66 %)
Schweizer Franken: 0,007 Billionen (0,14 %)
Euro: 1,343 Billionen (26,01 %)

2011

Gesamt: 5,652 Billionen

US Dollar: 3,525 Billionen (62,37 %)
Britisches Pfund: 0,217 Billionen (3,84 %)
Yen: 0,204 Billionen (3,61 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,07 %)
Euro: 1,394 Billionen (24,66 %)

2012

Gesamt: 6,085 Billionen

US Dollar: 3,715 Billionen (61,05 %)
Britisches Pfund: 0,245 Billionen (4,03 %)
Yen: 0,248 Billionen (4,08 %)
Schweizer Franken: 0,018 Billionen (0,30 %)
Euro: 1,477 Billionen (24,27 %)

2013 (Q3)

Gesamt: 6,191 Billionen

US Dollar: 3,803 Billionen (61,43 %)
Britisches Pfund: 0,242 Billionen (3,91 %)
Yen: 0,239 Billionen (3,86 %)
Schweizer Franken: 0,017 Billionen (0,27 %)
Euro: 1,496 Billionen (24,16 %)

Kuroda rechnet damit, dass sich die Wirtschaft ab dem Sommer wieder berappeln wird, da sich die Lage am Arbeitsmarkt und die Einkommensaussichten voraussichtlich verbesserten. Dennoch lässt sich der Notenbankchef eine Hintertür für neue Konjunkturstützen offen: „Man sollte jetzt nicht über mögliche Eventualitäten reden, aber es gibt immer Spielraum für verschiedene Optionen“, betonte Kuroda.

Viele von Reuters befragte Experten erwarten, dass die Notenbank die Geldpolitik im Sommer weiter lockern wird. Sie bezweifeln, dass die im Februar auf 1,3 Prozent gestiegene Kerninflationsrate, bei der Preise für verderbliche Lebensmittel ausgeklammert werden, ohne weitere geldpolitische Impulse spürbar steigen wird. Investoren an der Tokioter Börse zeigten sich enttäuscht, dass die japanische Notenbank den Geldhahn nicht jetzt schon weiter aufgedreht hat. Der Nikkei-Index verlor 1,4 Prozent. Der Yen behauptete sich.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

08.04.2014, 14:06 Uhr

Das sind ja gute Nachrichten, dann kann ja die EZB ihr Wirtschafts Entwicklungshilfe für andere Staaten zurück fahren. Und entlich etwas für ihre Währung unternehmen.
Damit die Leute wieder mehr Europäische Produkte kaufen, und nicht mehr die billig Währungs produkte.

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