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31.07.2014

11:13 Uhr

Trotz schlechter Leistung

Wo Investment-Profis Millionen verdienen

Millionen-Gehälter trotz schlechter Leistung: Für die Investment-Manager der Harvard Universität zählt offenbar das Leistungsprinzip nicht. Dabei geht es der Uni gar nicht so gut.

Harvard zahlte 10 Managern bei ihrer Stiftung im Jahr 2012 insgesamt mehr als 44 Millionen Dollar (33 Millionen Euro). Das geht aus Pflichtmitteilungen hervor. Reuters

Harvard zahlte 10 Managern bei ihrer Stiftung im Jahr 2012 insgesamt mehr als 44 Millionen Dollar (33 Millionen Euro). Das geht aus Pflichtmitteilungen hervor.

Die Universität Harvard lässt sich nicht von unterdurchschnittlicher Leistung beirren und zahlt ihren Finanz-Profis Millionensummen. Zehn der 25 bestbezahlten Manager, die über Stiftungen das Vermögen der reichsten US-Hochschulen verwalten, haben im Jahr 2012 für Harvard Management (HMC) gearbeitet. Das belegen Daten, die von Bloomberg News zusammengetragen worden. Neuere Angaben gibt es noch nicht.

Der Fonds kommt auf ein Vermögen von 32,7 Milliarden Dollar (24 Milliarden Euro), hinkt der Entwicklungen von anderen Unis allerdings hinterher. Harvard gilt als reichste US-Hochschule. Für HMC sind rund 200 Mitarbeiter tätig.

Harvard und andere reiche Hochschulen haben seit der Kreditkrise Probleme dabei, überdurchschnittliche Erträge mit ihren Investments zu erzielen.

Die goldenen Regeln des Value-Investors Warren Buffett

Gezielt auswählen

Konzentrieren Sie Ihre Investments auf herausragende Unternehmen, die von einem starken Management geleitet werden.

Weniger ist mehr

Beschränken Sie sich auf Unternehmen, die Sie wirklich verstehen können. Zehn bis 20 sind in Ordnung, ab 20 ist Ärger vorprogrammiert.

Viel auf Wenige setzen

Suchen Sie sich unter Ihren guten Unternehmen die besten aus und stecken Sie den größten Teil Ihrer Investments in diese.

Langfristig denken

Denken Sie langfristig: mindestens fünf bis zehn Jahre.

Keine Panik

Volatilität kommt vor. Bleiben Sie dran.

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

Die höheren Vergütungen bei Harvard reflektierten wohl Größe und Management-Struktur des Fonds, sagt Charles Skorina, ein Personalberater aus San Francisco. „Wenn man schon gut zahlt, dann sollte man wenigstens für eine konstant gute Entwicklung zahlen.” Andererseits müssen die Hochschulen eine Vergütung anbieten, die in etwa vergleichbar ist mit der von anderen institutionellen Investoren.

Der Vergleich zeigt: die für 2012 erfolgten Vergütungen sind nur ein Bruchteil von dem, was einige Mitarbeiter unter dem früheren HMC-Chef Jack Meyer bekamen. Dieser hatte die Stiftung im Jahr 2005 nach 15 Jahren verlassen - nach einem Aufschrei von Absolventen wegen eskalierender Boni. 2003 hatten die beiden Manager mit der besten Leistung bei der Stiftung zusammen 69 Mio. Dollar erhalten.

„Harvard ist die einzige Stiftung, die aktiv einen großen Teil des Kapitals hausintern verwaltet”, sagt Josh Kaplan, ein Managing Director bei Ascension Investment Management. “Das ist unglaublich selten und verlangt eine Menge Ressourcen und spezialisierte Begabungen.”

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