Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.12.2016

16:16 Uhr

Türkei

Notenbank lässt Leitzins überraschend unverändert

Die türkische Notenbank überrascht Analysten und verzichtet auf eine Leitzinserhöhung. Dabei könnte diese die Talfahrt der heimischen Lira wohl bremsen. Doch aus dem Präsidentenpalast kommt politischer Druck.

Trotz anhaltender Talfahrt der heimischen Währung bleibt der Leitzins in der Türkei unangetastet. Reuters

Türkische Lira

Trotz anhaltender Talfahrt der heimischen Währung bleibt der Leitzins in der Türkei unangetastet.

AnkaraTrotz der anhaltenden Talfahrt der Landeswährung Lira hat die türkische Notenbank überraschend auf eine Zinserhöhung verzichtet. Sie beließ den für die wöchentliche Refinanzierungsgeschäfte maßgeblichen Satz am Dienstag bei 8,0 Prozent. Viele Experten hatten mit einer Anhebung um einen 0,25 Prozentpunkte gerechnet. Nach der Zinsentscheidung stieg der Dollar um bis zu 0,3 Prozent auf 3,5410 Lira und lag damit knapp unter seinem Rekordhoch.

Die Lira hat in diesem Jahr zum Dollar 17 Prozent abgewertet. Die US-Währung ist im Aufwind, da Investoren nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei den US-Wahlen ein Anziehen der Konjunktur und höhere Zinsen erwarten. Zudem setzt der Lira der harte Kurs von Präsident Recep Tayyip Erdogan gegen Regierungskritiker zu, der seit dem Putschversuch Mitte Juli Investoren massiv verunsichert.

Zentralbanken und Negativzinsen

Japan

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,1 Prozent

Schweiz

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,75 Prozent (15.01.2016)

Einlagenzinssatz für Banken: gestaffelt -0,75 Prozent

Dänemark

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,05 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,65 Prozent

Schweden

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,5 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,5 Prozent

Euro-Zone

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,4 Prozent

Dies hat zu Kapitalabflüssen aus der Türkei geführt, die tendenziell mit einer Zinserhöhung abgemildert werden könnten. Erdogan fordert jedoch seit langem von der unabhängigen Notenbank, der Wirtschaft mit Zinssenkungen Schub zu verleihen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

20.12.2016, 17:31 Uhr

Herr Josemin Hawel
"Und immer nur geht alles gegen Merkel. Ich finde, dass Handelsblatt sollte etwas gegen krude Propaganda und auch Textmüll wie den von Hoffmann unternehmen."

Das ist ja wohl unerhört.
Da gibt man sich täglich von morgens bis abends die Mühe jeden Artikel,aber auch wirklich jeden zu kommentieren, und zu vielen Themen der Artikel habe ich wirklich keine Ahnung, dann wird man auch noch beschimpft.
Dabei kläre ich die Leute doch nur über Putin und Trump auf, zwei echte Kerle.
Wo wir mit unserem sprechenden Hosenanzug hingekommen sind sieht man ja wohl aktuell.
Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×