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12.04.2011

10:47 Uhr

Umfrage

Inflationsangst lähmt Anleger

VonAnke Rezmer

Die Deutschen haben Angst vor Inflation. Doch statt zu handeln, tun sie nichts, um ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Experten sind überrascht.

Internationale Geldscheine und Goldbarren. Quelle: dpa

Internationale Geldscheine und Goldbarren.

FrankfurtDas Thema Inflation beschäftigt deutsche Anleger stark. Dennoch steuern sie in ihrer Depotstrategie nicht um und setzen nicht konsequent auf Sachwertanlagen. Das ergeben aktuelle Studien.

So ängstigen sich 38 Prozent der Deutschen vor steigender Inflation, wie eine repräsentative Umfrage unter 1023 Anlegern des Marktforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Deutschen Bank ergibt, die dem Handelsblatt vorliegt. Interessant ist, dass dennoch fast 90 der Befragten angeben, ihr Anlageverhalten nicht ändern zu wollen.

„Die Menschen haben ein sehr feines Gespür für Inflation“, stellt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank, fest. Sie setzten sich sehr intensiv mit dem Thema auseinander, sagt er mit Blick auf die Gründe für Inflation, die die Befragten nennen: Eine Mehrheit von 52 Prozent führt die unsichere politische Situation im Nahen Osten an, die wegen vieler Ölförderer in der Region Druck auf den Ölpreis ausübt. Zu weiteren Gründen zählt knapp die Hälfte der Befragten die Kosten der Verschuldungskrise für die Euro-Staaten, die expansive Geldpolitik der Zentralbanken und die steigende Nachfrage nach Industrie- und Agrarrohstoffen vor allem durch die Schwellenländer. „Die Befragten sind sehr nah am aktuellen Geschehen“, resümiert Stephan.

Einer anderen Umfrage zufolge erwarten deutsche Anleger sogar teils deutliche Preisniveauerhöhungen in den kommenden sechs Monaten. So rechnen nach einer Umfrage des Instituts Forsa für die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment unter 500 Depotbesitzern 90 Prozent mit steigender Inflation, davon sogar ein Fünftel mit „stark steigender“ Preisniveauerhöhung. Als Grund nennen die Anleger die gestiegenen Energiepreise. Ende 2010 ängstigte sich noch ein knappes Fünftel weniger vor Inflation. Die meisten fürchten um ihre Ersparnisse und sparen 30 Prozent weniger im Monat als vor einem Jahr.

Kommentare (7)

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Manu

12.04.2011, 11:57 Uhr

Sie tun doch was - lassen ihre Häuser renovieren und geben den bald wertlosen Euro für Autos und Elektronikschnickschnack aus
Die Masse ist halt doof - wie immer
Das Gejammer wird auch wieder groß werden
Dazu kommen noch die generierten "Naturkatastrophen"
Nächster Schauplatz - Amerika

Privatanleger

12.04.2011, 12:05 Uhr

So blöd ist der Anleger nicht wie hier dargestellt. Jeder der in einem Fonds egall welcher Art Geld anlegt kann feststellen, dass das primäre Ziel das Absahnen von Provisionen und versteckten Gebühren für die Fondsmanager ist. Wenn ein parr Brocken für den Anleger abfallen ist das reiner Zufall. Einzelaktienkurse werden durch Highfrequencytrading manipuliert, der Anleger befürchtet ausserdem zu Recht eine Absaufen der Märkte wie 2008 sowie panikartige Rückschläge wie unlängst bei der japanischen Atomkatastrophe und hält sich gedeckt.
Gold und Silber haben eine bessere 10 Jahresperformance als alle anderen Anlagearten hingelegt und das wird sich bei der globalen Schuldenkrise nicht ändern. Bloss, die Banken und Anlageberater verdienen nichts wenn der Anleger Edelmetalle kauft, dieses Geld wird nie wieder in ein Wertpapierdepot zurückkehren. Und wer jetzt Anleihen nach Beendigung eines 30-jährigen Zinsabwärtstrendes kauft ist selber schuld.

Manu

12.04.2011, 12:05 Uhr

So ein Schwachsinn : Die Deutschen setzen demnach zu stark auf Anleihen und streuen ihr Kapital zu wenig über verschiedene Sachwerte wie Aktien, Rohstoffe, Immobilien sowie inflationsgeschützte Bonds.
Ja wie bescheuert muss man sein um in Anleihen oder Bonds investiert zu sein ??????
Primäre Absicherung sind SILBER und GOLD PHYSISCH zuhause gelagert
So ganz nebenbei verdient man sogar noch viel - in Zuzkunft SEHR VIEL dabei......

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