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01.01.2015

09:16 Uhr

US-Aktien 2015

Die US-Party geht weiter

VonKatharina Schneider

Trotz Störfaktoren haben Analysten für das neue Jahr positive Erwartungen an die US-Wirtschaft. Von den guten Rahmenbedingungen dürften auch die US-Aktien profitieren. Doch eine geschickte Branchenauswahl ist wichtig.

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DüsseldorfDie Konjunktur in den USA lebt auf, der Ölpreis sinkt weiter, der Dollar wird noch stärker und die US-Notenbank Fed wird den Leitzins anheben. Das sind nach Ansicht vieler Analysten die wichtigsten Faktoren, die 2015 den US-Aktienmarkt beeinflussen werden – und das vor allem positiv. Glaubt man diesen Prognosen, können Anleger mit einem Investment in US-Aktien im kommenden Jahr eigentlich nicht viel falsch machen, allerdings kommt es auch hier auf die richtige Auswahl der Titel an.

Schon heute befindet sich die US-Wirtschaft stärker auf Erholungskurs als andere Volkswirtschaften. Dieser Trend dürfte 2015 anhalten und sich auch in den Unternehmensgewinnen widerspiegeln. Jens Wilhelm, Vorstand der Union Investment und zuständig für Portfoliomanagement und Immobilien, spricht bei dem Vergleich von Europa und den USA von einer „Welt der zwei Geschwindigkeiten“ und rechnet für die USA aufgrund des Binnenkonsums mit einem Wachstum von 2,7 Prozent. Bei den Aktien werde sich der Bullenmarkt fortsetzen.

Als Haupttreiber für die Erholung in den USA nennt das Blackrock Investment Institut ein stetiges Beschäftigungswachstum, eine moderate – wenn auch ungleichmäßige – Erholung auf dem Häusermarkt und steigende Investitionsausgaben. Auch die sinkenden Ölpreise dürften eine positiven Einfluss auf die US-Konjunktur haben und den Konsum, der bereits von einem relativ hohen Verbrauchervertrauen profitiert – weiter stützen.

Einen Schatten könnte die Geldpolitik der Fed auf diese heiteren Aussichten werfen. Dass die Notenbank etwa zur Jahresmitte den Leitzins erhöhen wird, halten viele Analysten für sicher.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Wilhelm prognostiziert in der Folge jedoch nur kurzfristige Kursturbulenzen und auch Johannes Müller, Chefökonom der Deutsche Asset & Wealth Management, rechnet mit wenig Gegenwind durch die Zinswende, „da die Fed den Markt genau beobachten und ihre Zinsstraffung entsprechend moderat umsetzen“ werde. Mögliche Kursrückschläge könnten aktive Anleger für sich nutzen.

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