Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.05.2015

09:10 Uhr

US-Aktienmarkt

Keine Schnäppchen mehr im S&P 500

Nichts ist derzeit am US-Aktienmarkt so günstig zu haben wie Bankaktien. Allein: Wirklich günstig ist die billigste Branche – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis – auch nicht mehr. Am Stock-Picking führt kein Weg vorbei.

„Wirklich günstige Aktien gibt es nicht mehr“. dapd

Händler an der Wall Street

„Wirklich günstige Aktien gibt es nicht mehr“.

New YorkSelten zuvor war es so teuer, niedrig bewertete US-Aktien zu kaufen. Im Standard & Poor's 500 Index sind die Banken gerade zur preiswertesten Branche geworden. Doch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von im Median 17,6 auf Basis der Ergebnisse der letzten zwölf Monate ist das keineswegs ein Schnäppchen. Nur einmal wies die günstigste Branche ein höheres KGV auf. Das zeigt eine Datensammlung über 25 Jahre von Bloomberg und der Leuthold Group.

Der Mangel an preiswerten Aktien – die Energiebranche erholt sich nach der jüngsten Ölpreisrally gerade von ihrem 27-Prozent-Kurseinbruch – ist eine weitere Herausforderung für die Investoren, nachdem die seit sechs Jahren andauernde Rally den Marktwert der Aktien im S&P 500 um 17 Billionen Dollar nach oben getrieben hat.

„Investoren werden in den Aktienmarkt gezogen obwohl sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, denn es gibt wirklich keine bessere Option – auch wenn die Bewertungen nicht günstig sind,” sagt Tom Mangan, Vermögensverwalter bei James Investment Research in Xenia, Ohio. „Investoren müssen unterbewertete Aktien einzeln heraussuchen, nicht nach Sektor.”

Aktienarten

Inhaberaktie

Ein Eigentümerwechsel ist jederzeit möglich.

Namensaktie

Die Besitzer sind in ein Aktionärsregister eingetragen.

Stammaktie

Der Aktionär hat alle gesetzlichen Mitspracherechte.

Vorzugsaktie

Der Aktionär erhält eine höhere Dividende, verzichtet aber auf Mitspracherechte.

Stückaktie

Der Aktionär ist mit einem prozentualen Beitrag am Grundkapital beteiligt.

Nennwertaktie

Der Aktionär ist mit einem bestimmten Euro-Betrag (mindestens ein Euro) am Grundkapital beteiligt.

Quelle

„Aktien für Dummies“, Autoren: Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein. ISBN: 978-3-527-71018-8

Die allgemeine Bewertung im S&P 500 liegt gleichwohl nicht weit über dem historischen Durchschnitt: mit 18,8 befindet sich das KGV rund 2,4 Punkte über dem Zehn-Jahres-Mittel und 38 Prozent unter dem Rekordwert aus dem Jahr 1999. Unter der Oberfläche lässt sich ein Bewertungsmuster aufzeigen, das auf die Breite des „Bullenmarktes” verweist. Da nur so wenige Aktien seit 2009 dem Markt hinterherhinken, ist so gut wie nichts mehr preiswert.

Europäische Aktien: „Europas Bankenrally steht erst am Anfang“

Europäische Aktien

„Europas Bankenrally steht erst am Anfang“

Sie waren die Verlierer in der Finanzkrise, jetzt könnten sie es laut Anlageexperten auf die Überholspur schaffen: Aktien europäischer Banken. Doch statt auf den breiten Index zu setzen, empfehlen Experten Einzelwerte.

„Wir sehen bei den Aktien jetzt Gemeinsamkeiten, insbesondere bei jenen in den Sektoren mit den niedrigsten Bewertungen”, sagt David Kahn, Managing Director bei Convergent Wealth Advisors in Los Angeles. „Insbesondere sie profitieren tendenziell weniger von einem Niedrigzinsumfeld.”

Banken wurden im März zur billigsten Branche. Erst kürzlich sind sie mit der Erwartung auf Zinserhöhungen in den USA in der Gunst der Investoren wieder aufgestiegen: In vier der letzten fünf Wochen haben die Bankaktien zugelegt.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr walter rehm

27.05.2015, 10:16 Uhr

"Keine Schnäppchen mehr..."

Dann kommt doch in den Schattenmarkt....immer abends NACH Xetraschluss....Schnäppchen in ausgesuchten Calls ohen risiko möglich...es ist so einfach

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×